Gesund leben

Schwarze Johannisbeeren sind günstig für den Blutzucker

Dr. Karen Zoufal  |  07.12.2020

Schwarze Johannisbeeren schwächen Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit ab, und auch der anschließende Abfall des Blutzuckerspiegels wird verzögert. Diese günstigen Wirkungen werden schon bei kleinen Portionen erreicht, wie Wissenschaftler der Universität Ostfinnland berichten.

Schwarze Johannisbeeren mit grünen Blättern.
Den Pflanzenfarbstoffen, die Johannisbeeren ihre dunkle Farbe verleihen, wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben.
© Beata Haliw/iStockphoto

Schwarze Johannisbeeren wirken ausgleichend auf den Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit: Schon 75 Gramm führten dazu, dass die Blutzuckerspitze nach einer Mahlzeit geringer ausfiel, der Abfall des Blutzuckerwertes sich verzögerte und freie Fettsäuren später freigesetzt wurden. Damit stehen die Ergebnisse im Einklang mit früheren Studien, in denen vorteilhafte Wirkungen besonders von schwarzen Johannisbeeren und Heidelbeeren auf die Blutzuckerreaktion nach einer Mahlzeit beobachtet wurden. Dies berichten die Forscher in der Fachzeitschrift „British Journal of Nutrition“.

Pflanzenfarbstoffe sind gesundheitsfördernd

Der Effekt wird wahrscheinlich von sogenannten Anthocyanen hervorgerufen, die in schwarzen Johannisbeeren und anderen dunklen Früchten reichlich enthalten sind. Anthocyane können die Aufnahme von Glukose aus dem Dünndarm verlangsamen und Entzündungen reduzieren. Über einen längeren Zeitraum hinweg könnten dunkle Früchte wegen der geringeren Schwankungen des Blutzucker- und Insulinspiegels sogar das Risiko für Typ-2-Diabetes verringern.

Für die Studie hatten 26 gesunde Teilnehmer an vier verschiedenen Tagen drei Testprodukte oder Zuckerwasser eingenommen. Die Testprodukte waren ein Püree aus schwarzen Johannisbeeren mit Zuckerzusatz, ein Produkt aus schwarzen Johannisbeeren mit fermentierter Quinoa sowie dasselbe Produkt ohne schwarze Johannisbeeren. Alle Testprodukte und das Zuckerwasser enthielten dieselbe Menge an Kohlenhydraten (31 Gramm). Vor und mehrmals nach der Mahlzeit wurden Blutproben entnommen und darin die Spiegel an Glukose, Insulin und freien Fettsäuren bestimmt.

Quelle: DOI 10.1017/s0007114520004468

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