Sonnenschutz: Trauben essen für die Haut?

Peter Erik Felzer  |  20.05.2026 11:21 Uhr

Können Trauben die Haut widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung machen? Eine kleine Studie zeigt kurzfristige Effekte – Sonnenschutz bleibt wichtig.

Junge Frau mit Sonnenhut isst bei gutem Wetter Trauben.
Auch wer draußen Trauben isst, sollte nicht auf den Sonnenschutz verzichten, etwa auf einen Sonnenhut.
© David-Prado/iStockphoto

Täglich Trauben zu verzehren könnten die Haut widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung machen. Eine neue Studie deutet zumindest auf einen kurzfristigen Effekt hin.

Die im Fachjournal ACS Nutrition Science veröffentlichte Studie basiert auf einem klinischen Versuch mit 19 freiwilligen Teilnehmern. Sie aßen zwei Wochen lang täglich die Menge von etwa drei Portionen Trauben. Vor und nach dieser Phase wurde die Genaktivität in der Haut gemessen – sowohl ohne als auch nach geringer UV-Bestrahlung. Es handelt sich allerdings um eine kleine Studie, und die Ergebnisse zeigen Zusammenhänge und keine gesicherte Ursache-Wirkung-Beziehung.

Trauben als Ergänzung

Die Forscher stellten fest, dass sich die Hautaktivität bei allen Teilnehmenden verändert hat, wenn auch individuell unterschiedlich. Besonders auffällig waren Hinweise, dass UV-Strahlung bei Traubenverzehr weniger oxidativen Stress verursachte. Zudem liefen mehrere Prozesse im Körper, die die Hautbarriere unterstützen, besser ab.

Finanziert von der California Table Grape Commission

Wer Trauben mag, könnte sie als Ergänzung zu einem hautfreundlichen Lebensstil betrachten. Die Studie zeigt jedoch nur kurzfristige Effekte nach zwei Wochen und liefert keine Aussagen zu langfristigem Schutz oder zur tatsächlichen Verringerung von Hautschäden. Zudem wurde die Studie durch die California Table Grape Commission finanziert. Die Organisation vertritt die Interessen von Tafeltrauben-Anbauern. 

Sonnenschutz bleibt unverzichtbar

Wichtig bleibt: Sonnenschutzmittel, Kleidung und Schatten bleiben weiterhin unverzichtbar. Die Forscher selbst sprechen von einem möglichen „nutrigenomischen“ Effekt – also einer Ernährungswirkung auf die Genaktivität –, nicht von einem Ersatz für bewährte Schutzmaßnahmen.

Quelle: DOI 10.1021/acsnutrsci.6c00003

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