Wer unregelmäßig schläft, hat ein höheres Herz-Risiko

Peter Erik Felzer  |  20.05.2026 13:18 Uhr

Chaotische Schlafenzeiten scheinen das Herz zu belasten: Ein höheres Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall gingen in einer Studie damit einher.

Mann, mindestens 50 Jahre alt, schläft in seinem Bett; im Vordergrund: Ein Wecker
Häufig die Schlafenszeit gewechselt? Das scheint mit Problemen für das Herz zusammenzuhängen: Betroffene hatten ein höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
© Ridofranz/iStockphoto

Unregelmäßige Schlafenszeiten können unser Herz stärker beeinflussen, als viele denken. Das zeig eine neue Untersuchung der finnischen Universität Oulu. Laut ihr besitzen Menschen in mittleren Lebensjahren ein deutlich höheres Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall, wenn ihre Schlafenszeiten stark schwanken. 

Weniger als acht Stunden pro Nacht bedenklich

Besonders kritisch wird es, wenn zusätzlich weniger als acht Stunden pro Nacht geschlafen wird. Die Forschenden begleiteten mehr als 3.200 Personen über einen Zeitraum von zehn Jahren und nutzten Gesundheitstracker, um die Zeit im Bett genau zu erfassen. Dabei zeigte sich, dass vor allem die Schlafenszeit entscheidend ist – nicht die Aufstehzeit. 

Regelmäßige Schlafzeiten sind wichtig

Wer häufig zu sehr unterschiedlichen Zeiten ins Bett geht, bringt seinen inneren Rhythmus durcheinander, was langfristig das Herz belasten kann. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass gerade die Regelmäßigkeit der Schlafenszeit wichtig für die Herzgesundheit sein kann. Sie spiegelt die Rhythmen des Alltags wider – und wie stark sie schwanken“, erklärt Postdoktorandin Laura Nauha vom finnischen Forschungsteam in einer Mitteilung zur Veröffentlichung.

Doppelt so hohes Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Besonders auffällig war, dass Menschen mit unregelmäßigen Bettzeiten und weniger als acht Stunden Schlaf ein etwa doppelt so hohes Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten. Die Studie macht deutlich, wie stark alltägliche Gewohnheiten unsere Gesundheit beeinflussen können. 

Risiken, aber auch Chancen

Gleichzeitig zeigt die Studie laut Nauha aber auch eine Chance: „Einen regelmäßigen Schlafrhythmus beizubehalten, ist ein Faktor, den die meisten von uns beeinflussen können.“ Ein fester Schlafrhythmus lässt sich bewusst gestalten – und kann ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt sein, um das Herz langfristig zu schützen und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken.

Quelle: DOI 10.1186/s12872-026-05762-4

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