An heißen Sommertagen greifen viele automatisch zum Ventilator. Aber hilft das auch bei trockener Hitze und 45 °C? Das US-amerikanische Gesundheitsamt ist dem nachgegangen – und hat eine eindeutige Empfehlung, wie man sich besser abkühlt.

Der Einsatz eines Ventilators kann unter Umständen die Körpertemperatur sogar erhöhen. Das hat das US-amerikanische Center for Disease Control and Prevention (CDC) herausgefunden, indem es bereits vorhandene Daten erneut ausgewertet hat. In der Studie wurden 58 Teilnehmende mit und ohne koronare Herzkrankheit (KHK) über einen Zeitraum von drei Stunden zufällig zwei verschiedene Szenarien ausgesetzt: feuchte Hitze (60 Prozent Luftfeuchtigkeit) bei 38 °C und trockene Hitze (15 Prozent Luftfeuchtigkeit) bei 45 °C.
Die Teilnehmenden probierten jeweils vier Varianten in zufälliger Reihenfolge:
Zwischen den Tests lagen jeweils mindestens 72 Stunden. Gemessen wurden die Rektaltemperatur, die Schweißrate, das Wärmeempfinden und das Wohlbefinden.
Aus Sicht der Forschenden ist der Einsatz eines Ventilators bei extremer trockener Hitze daher nicht ratsam. Nur bei höherer Luftfeuchtigkeit könne ein Ventilator die Körpertemperatur geringfügig senken und das Wärmeempfinden verbessern.
Das Befeuchten der Haut, zum Beispiel mit einem Wasserspray, hingegen werde unter beiden Hitzebedingungen empfohlen, da es sowohl das Schwitzen als auch die Wahrnehmung verbessert und zudem das Risiko einer Dehydration minimiert.
Quelle: DOI 10.1001/jamanetworkopen.2025.23810
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