Können digitale Trainingsprogramme den Umgang mit chronischen Schmerzen erleichtern? Eine US-Studie sagt ja: Sowohl Online-Kurse als auch Telefon- oder Video-Coachings auf Basis psychologischer Techniken zeigten spürbare Effekte.

Wer dauerhaft unter chronischen Schmerzen leidet – zum Beispiel im Rücken, in den Gelenken oder Muskeln – weiß, wie sehr das die Lebensqualität einschränken kann. Die gute Nachricht: Nicht nur Medikamente, sondern auch psychologische Ansätze wie die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gelten inzwischen als wirksam. So erwähnt die deutsche Leitlinie zu chronischem, nicht tumorbedingtem Schmerz die KVT als eine von zwei Psychotherapie-Formen, von der Betroffene profitieren können. Doch was ist, wenn eine klassische Psychotherapie nicht verfügbar ist?
Ein Forschungsteam aus den USA untersuchte, ob auch digitale Angebote auf Basis der KVT bei chronischen Schmerzen helfen können. Über 2.300 Erwachsene mit sehr starken, chronischen Muskel- und Skelettschmerzen nahmen an der Studie teil. Sie wurden zufällig in drei Gruppen eingeteilt:
Nach drei, sechs und zwölf Monaten befragte das Team die Teilnehmer, wie sie ihre Schmerzen und ihre Situation einschätzten.
Die Ergebnisse sind vielversprechend:
Das Forschungsteam sieht in digitalen Schmerztrainings ein großes Potenzial: Sie sind ressourcenschonend, niedrigschwellig und könnten mehr Menschen mit starken chronischen Schmerzen erreichen. Die Vorteile bedeuteten auch eine Verbesserung der Lebensqualität. Auch wenn sie einen geringen Effekt hätten, könnten die Online-Trainings doch wissenschaftlich fundiert die Schmerztherapie ergänzen, ohne auf weitere Medikamente zurückgreifen zu müssen.
Quelle: DOI 10.1001/jama.2025.11178
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