Baby & Familie

Wie Wissenschaftler ein weinendes Baby zum Schlafen bringen

ZOU  |  14.09.2022

Eltern wissen: Viele Babys haben Schwierigkeiten, in den Schlaf zu kommen. Wissenschaftler sagen: Ein Baby beruhigt sich am leichtesten, wenn es fünf Minuten lang herumgetragen wird. Damit es nicht gleich wieder aufwacht, ist es hilfreich, es anschließend noch einige Minuten im Sitzen zu halten und erst danach ins Bett zu legen.

Vater, hält sein Baby im Arm.
Fünf Minuten herumtragen, acht Minuten im Sitzen halten: Auf diese Weise sollen Babys am besten wieder in den Schlaf finden.
© Halfpoint/iStockphoto

Das japanische Forscherteam hat vier Beruhigungsstrategien bei 21 Säuglingen miteinander verglichen. Sie wurden von ihren Müttern herumgetragen oder im Sitzen gehalten, lagen im Kinderbett oder in einer Wiege. Die schreienden Säuglinge beruhigten sich am ehesten und ihre Herzfrequenz sank innerhalb von 30 Sekunden, wenn die Mutter das Baby herumtrug. Einen ähnlich beruhigenden Effekt gab es bei Babys in einer Wiege, aber nicht, wenn die Mutter das Baby im Sitzen hielt oder das Baby in ein unbewegliches Kinderbett legte.

Der beruhigende Effekt der Bewegung wurde nach fünf Minuten deutlicher: Alle Babys in der Studie hörten auf zu weinen und fast die Hälfte von ihnen schlief ein. Wenn die Mütter versuchten, ihre schlafenden Babys ins Bett zu legen, wachte aber mehr als ein Drittel innerhalb von 20 Sekunden wieder auf. Das Ablegen führte zu Veränderungen der Herzfrequenz, die sie aufweckten. Wenn die Säuglinge jedoch noch fünf bis acht Minuten im Sitzen gehalten wurden, wachten sie beim Ablegen seltener auf. „Selbst als Mutter von vier Kindern war ich sehr überrascht, das Ergebnis zu sehen. Ich dachte, dass das Aufwachen damit zusammenhängt, wie es auf das Bett gelegt wird, z. B. die Haltung oder wie sanft die Bewegung passiert“, sagte Studienleiterin Kumi Kuroda vom RIKEN Center in Japan. „Aber das stimmt laut unserem Experiment nicht.“

Kuroda und ihr Team untersucht gemeinsam mit ihren Kollegen das Schlafverhalten und Mensch und Tier. Zuvor hatten sie bereits festgestellt, dass auch Jungtiere eine „Transportreaktion“ zeigen, wenn die Elterntiere ihre Jungen hochheben und zu laufen beginnen: Sie entspannen sich und ihre Herzfrequenz sinkt. 

Quelle: DOI 10.1016/j.cub.2022.08.041

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