Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Arteriosklerose kann sich zurückbilden

Aktuelles

Mann schluckt Tablette.

Um die Arteriosklerose zurückzudrängen, muss man hoch dosiert Statine einnehmen.
© Peter Maszlen - Fotolia

So. 15. April 2012

Arteriosklerose kann sich zurückbilden

Gefäßverkalkung, die sogenannte Arteriosklerose, ist umkehrbar. Mittels Ultraschall-Sonde konnten Wissenschaftler messen, dass bei einer Behandlung mit cholesterinsenkenden Medikamenten die gefährlichen Ablagerungen in den Gefäßen kleiner werden.

Anzeige

Arteriosklerose ist keine Einbahnstraße. Bis vor kurzem war man davon ausgegangen, dass der Prozess der Bildung von Ablagerungen in den Blutgefäßen, wenn er einmal begonnen hat, bestenfalls verlangsamt werden kann. Doch die Ergebnisse einer Studie, die auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vorgestellt wurde, bringen ganz neue Einsichten in das Geschehen.

Die Studie zeige erstmals, dass es bei rund zwei Drittel der Patienten zu einer Rückbildung der Beläge, von Fachleuten Plaques genannt, komme, wenn ein LDL-Cholesterin-Wert niedrig genug ist. Dazu Professor Dr. Raimund Erbel aus Essen: "Das LDL-Cholesterin muss unter 80 mg/dl gesenkt werden, in den USA gilt sogar ein Zielwert von 70 mg/dl. Deshalb wurde in früheren Studien auch keine Rückbildung der Plaques gesehen. Die LDL-Senkung war einfach nicht deutlich genug."

Die Rückbildung der Plaques wird sich langfristig in einer Reduktion klinischer Ereignisse niederschlagen, ist der Experte überzeugt: "Regression bedeutet weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle." Die Therapie mit hoch dosierten Statinen sei machbar, zumal die Nebenwirkungsrate in der Studie gering gewesen wäre. Bei keinem einzigen der rund 1000 Patienten sei eine Rhabdomyolyse, die gefürchtetste Komplikation der Statin-Therapie, aufgetreten.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pille beeinflusst Lust auf Sex

Gewisse Hormonzusammensetzungen wirken sich auf das sexuelle Verlangen aus.

Optimistische Frauen leben länger

Eine positive Einstellung macht das Leben nicht nur leichter, sondern auch länger.

Alter beeinflusst Nährstoffe im Blut

Nicht nur die Ernährung beeinflusst, wie gut wir mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt sind.

Blutdruck-Messung beim Arzt oft verzerrt

Offenbar werden zu hohe Werte in der Arztpraxis nicht immer erkannt.

Diese 3 Sportarten verlängern das Leben

Einige Sportarten wirken sich positiver auf die Gesundheit aus als andere.

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen