Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Antibiotika und Alkohol - geht das?

Aktuelles

Mann und Frau stoßen mit Sekt an.

Zum Anstoßen ein Glas Sekt: Wer Antibiotika einnimmt, ist sich meist unsicher, ob das in Ordnung ist.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Mo. 26. November 2012

Antibiotika und Alkohol - geht das?

Die Ansicht, man dürfe während einer Behandlung mit Antibiotika keinerlei Alkohol trinken, ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Doch stimmt das überhaupt? aponet.de fragte Apotheker Dr. Christian Machon aus Mellrichstadt, wie genau man diese Regel nehmen muss.

Anzeige

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Wer bei der Einnahme von Antibiotika nach diesem Motto verfährt und nichts Alkoholisches trinkt, ist auf der sicheren Seite. Doch das muss gar nicht unbedingt sein. "Bei den meisten in Deutschland im Handel befindlichen Antibiotika kann man problemlos ein Glas Bier oder Wein trinken, wenn man sich überhaupt danach fühlt", sagt Machon. "Aber übertreiben würde ich es mit dem Alkohol nicht, denn der Körper kämpft mit einem bakteriellen Infekt. Warten Sie also mit dem Alkohol lieber, bis Sie wieder gesund sind."

Bei einzelnen Wirkstoffen heißt es jedoch tatsächlich "Finger weg vom Alkohol", zum Beispiel bei Metronidazol oder Ketoconazol. "Bei beiden können zusammen mit Alkohol Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfall auftreten", sagt der Apotheker. Wem der Arzt diese Mittel verschrieben hat, wartet am besten bis zwei Tage nach Einnahme der letzten Tablette, bis er sich wieder ein Gläschen genehmigt. In jedem Falle empfiehlt Machon: "Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie in Ihrer gesundheitlichen Situation Alkohol trinken dürfen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker." Im Beipackzettel des Medikaments ist ebenfalls erwähnt, welche Neben- und Wechselwirkungen auftreten können.

RF

"Verträgt sich das?"

Dieser Ratgeber hilft dabei, Wechselwirkungen zu erkennen und zu vermeiden, wenn regelmäßig ein oder mehrere Medikamente, z. B. gegen Bluthochdruck, eingenommen werden müssen. Mehr Informationen zum Buch und zur Bestellung.

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie viel Sport macht glücklich?

Eine neue Studie zeigt: Mehr ist nicht unbedingt besser für die Psyche.

Salz: Schädlich oder nicht?

Eine große Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Sehschwäche in der Schwangerschaft

Bei diesen Symptomen sollten Schwangere sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Sommer: Augen vor Infektionen schützen

Beim Schwimmen im Freibad, See oder Meer lauern einige Gefahren.

Vollkorn für gesunde Zähne

Vollkornprodukte haben einen schützenden Effekt auf Zähne und Zahnfleisch.

Checkliste: So wird die Küche glutenfrei

Wer unter einer Zöliakie leidet, dem schaden bereits kleinste Weizen-Krümel.

Diabetes: Abnehmen rettet Betazellen

Eine Gewichtsabnahme kann die Stoffwechselkrankheit stoppen.

Ohnmacht: Ursache kann gefährlich sein

Eine kurze Bewusstlosigkeit sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Thema der Woche: Reisen mit Krebs

Mit sorgfältiger Planung ist das kein Tabu. Eine Expertin erklärt, worauf zu achten ist.

Diät: Helfen kleine Teller doch nicht?

Wer Hunger hat, lässt sich von der Tellergröße nicht austricksen.

Hitze beeinträchtigt Medikamente

Einige Arzneimittel bergen bei den aktuellen Temperaturen Risiken.

Hitzewellen könnten mehr Tote fordern

Die extreme Hitze könnte in Zukunft für immer mehr Menschen gefährlich werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen