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Junge Frau, trauriges Gesicht, lange, dunkle Haare, Jeans, Shirt, graue Wolljacke, auf hellgrauweiß modern gemusterten Couch in gekrümmeter Haltung sich den schmerzenden Magen haltend

Stress kann buchstäblich auf den Magen schlagen.
© Igor Mojzes - Fotolia

Do. 04. Dezember 2014

Das hilft, wenn Stress auf den Magen schlägt

Anspannung und Stress können buchstäblich auf den Magen schlagen. Die Folgen sind Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl oder Sodbrennen. Die Apothekerkammer Niedersachsen gibt Tipps, was man gegen stressbedingte Magenbeschwerden tun kann.

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Langanhaltender Stress kann zu einer dauerhaft schlechten Durchblutung des Magen-Darm-Trakts führen. Durch die unzureichende Durchblutung bildet die Magenschleimhaut weniger Schleim aus und wird so anfällig für Angriffe der Magensäure. Genauso stressig für den Magen sind Nikotin und Alkohol, da sie die Produktion der Magensäure erhöhen. Außerdem kann übermäßiger Kaffeekonsum bei einigen Menschen Magenschmerzen oder Sodbrennen hervorrufen.

Die Apothekerkammer rät Personen, deren Magen empfindlich auf Stress reagiert, die Lebensumstände zu ändern, z.B. in ruhiger Atmosphäre zu essen und den Kaffee-, Zigaretten- und Alkoholkonsum zu reduzieren. Außerdem helfe es, vor absehbaren Stresssituationen leichte, fettarme Mahlzeiten zu essen, z.B. geschmortes oder gedünstetes Gemüse. Der Verdauungsprozess wird zudem erleichtert, wenn man die Nahrung immer gut durchkaut. Durch Entspannungsübungen und ausgleichenden Sport kann das Stressniveau insgesamt gesenkt werden. Auch Pausen während der Arbeitszeit, Spaziergänge an der frischen Luft und kleine mentale Auszeiten reduzieren Anspannung und Stress.

Gegen stressbedingte Magenbeschwerden können kurzfristig zudem frei verkäufliche Medikamente Abhilfe schaffen. H2-Antihistaminika und Protonenpumpenhemmer sorgen dafür, dass der Magen weniger Säure produziert. Anders wirken dagegen Antacida: Sie binden und neutralisieren die Säure, hemmen aber nicht die Produktion der Magensäure. Dadurch wirken die Antacida schneller, aber nicht so langanhaltend. Daneben halten Apotheker auch pflanzliche Mittel bereit. Im Beratungsgespräch lässt sich das optimale Präparat finden. Treten die Beschwerden sehr plötzlich auf, befindet sich Blut im Stuhl oder besteht das Problem schon mehr als vier Wochen, empfiehlt die Apothekerkammer, einen Arzt aufzusuchen.

AK Nds./FH

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