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Nahaufnahme Frau in den 40ern im Spiegel, Hände rechts und links seitlich am Gesicht, cremt sich ein

Cremes und Salben weisen ganz unterschiedliche Eigenschaften auf, was je nach Hautzustand entscheidend für die Wirkung sein kann.
© fotandy - Fotolia

Do. 02. April 2015

Creme und Salbe sind nicht dasselbe

Bei der Bezeichnung von Medikamenten zur Anwendung auf der Haut ist es sinnvoll, zwischen den Begriffen Creme und Salbe zu unterscheiden. "Die beiden Begriffe sind aus pharmazeutischer Sicht keine Synonyme, sondern bezeichnen definierte Grundlagen mit unterschiedlichen Eigenschaften", sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer.

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Cremes bestehen aus Öl und Wasser. Je nachdem, welche Komponente davon im Vordergrund steht, haben sie unterschiedliche Eigenschaften. Wasserbasierte Cremes werden als Öl-in-Wasser- oder O/W-Cremes bezeichnet, fettbasierte hingegen als Wasser-in-Öl- oder W/O-Cremes. Eine O/W-Creme ist kühlend, eine W/O-Creme hingegen nicht. Salben enthalten nach pharmazeutischer Definition kein Wasser, können aber je nach Zusammensetzung Wasser aufnehmen.

Alle Grundlagen haben auch ohne Wirkstoff eine Eigenwirkung auf Hauterkrankungen. Der Arzt wählt die Grundlage deshalb nach dem individuellen Hautzustand des Patienten aus. Wenn der Arzt eine akut entzündliche Hautpartie behandeln will, wird er in der Regel eine wasserreiche, kühlende Creme verordnen. Aber Creme ist nicht gleich Creme, selbst wenn der zugesetzte Wirkstoff identisch ist.

Professor Dr. Rolf Daniels, Professor für Pharmazeutische Technologie in Tübingen, gibt ein Beispiel für die praktische Bedeutung: "Beim Fertigarzneimittel "Volon A Creme" handelt es sich um eine kühlende O/W-Creme. Das Fertigarzneimittel "TriamCreme Lichtenstein" ist hingegen eine W/O-Creme und damit weniger geeignet für akut entzündliche Hautpartien. Diese beiden Medikamente sollten also z.B. im Rahmen eines Rabattvertrags nicht ausgetauscht werden, obwohl sie den gleichen Wirkstoff enthalten und beide als Cremes bezeichnet werden." Dank des Fachwissens des Apothekers könne hier die Arzneimitteltherapiesicherheit gewährleistet werden, so Daniels.

ABDA

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