Senioren

12 Tipps für ein sicheres Bad

14.03.2011

Ausrutschen in Dusche und Badewanne oder auf glatten, feuchten Fliesen: Rund 250000 Bundesbürger verletzen sich pro Jahr im Badezimmer. Doch Wanne, Waschbecken und WC lassen sich sicher machen.

Badender Mann
Wer Stolperfallen und Rutschrisiken beseitigt, kann sich auch im vorgerückten Alter in seinem Bad ganz zu Hause fühlen.
© Redhorst - fotolia.com
  1. Haltung bewahren. "Die Ursachen für diese Unfälle lassen sich oft schon mit geringem Aufwand beheben", macht Susanne Woelk Mut. Die Geschäftsführerin der Aktion "Das sichere Haus" empfiehlt zum Beispiel, genügend Haltegriffe im gesamten Badezimmer anzubringen, vor allem in der Dusche, entlang der Badewanne und neben der Toilette. Die Griffe sollten stabil mit Dübeln und Schrauben in der Wand befestigt sein, damit man sich auf ihnen gut abstützen kann. Für Zahlenfans: Handgriffe sollten 85 Zentimeter Abstand vom Boden und zwischen drei und viereinhalb Zentimeter Durchmesser haben.
  2. Keine Rutschbahn. Eine rutschfeste Unterseite oder Gummiunterleger sichern Fußmatten, Vorleger und Teppiche im Bad. Ein kleiner Plastikhocker zum Hinsetzen in der Dusche ist bequem und erhöht die Sicherheit!
  3. Vorsicht Ölteppich. Dusche und Badewanne lassen sich mit rutschhemmenden Matten oder Aufklebern sichern, damit auch eingeseifte Füße einen guten Halt haben. Wer sich nach dem Duschen oder Baden gerne einölt, sollte darauf achten, dass kein Öl in der Dusch- oder Badewanne verbleibt. Am besten sofort mit viel heißem Wasser nachspülen.
  4. Wärme bevorzugt. Auch ein fußwarmer Boden im Bad sorgt für mehr Halt. Denn wer auf Zehenspitzen geht, weil er kalte Füße hat, bewegt sich unsicherer.
  5. Den Lachen etwas lachen. Auf Wasserlachen, Öl oder Resten von Shampoo oder Duschgel auf dem Fußboden rutscht man ebenfalls leicht aus. Am besten sofort wegwischen.
  6. Helle sein. Eine gute Beleuchtung sorgt im Bad für bessere Sicht. Die allgemeinen Lampen tauchen es in gleichmäßige Helligkeit. Spezielle Leuchten, etwa am Spiegel, erleichtern zum Beispiel das Schminken oder Rasieren. Diese Lampen sollten weder blenden noch Schatten werfen.
  7. Nicht zu heiß gebadet: Ein absolutes Muss für Haushalte mit sehbehinderten Menschen oder Kindern: eine Thermostat gesteuerte Armatur mit Verbrühschutz. Dieser Regler begrenzt die Temperatur des heißen Wassers auf einen gewünschten Höchstwert, idealerweise etwa 50 Grad Celsius, und beugt so schweren Verbrennungen vor.
  8. Klein, aber oho. Kleine Fliesen wirken durch einen höheren Fugenanteil rutschhemmend. Im Baumarkt sind rutschhemmende Fliesen oft extra gekennzeichnet. Entscheiden Sie sich für Fliesen mit einer rauen Oberfläche. Aber Vorsicht: Die absolut rutschfeste Fliese gibt es nicht!
  9. Bitte Platz nehmen. Die Badewanne kann durch eine Dusche ersetzt oder die Waschmaschine in die Küche verlagert werden. Badewanne, Dusche & Co. nicht unter dem Fenster anbringen lassen, da es zum Öffnen und Schließen bequem erreichbar sein sollte.
  10. Keine krummen Dinger. Der Duschplatz sollte möglichst ebenerdig gefliest und bodengleich sein oder, falls das nicht möglich ist, einen maximal zwei Zentimeter hohen Einstiegsrand haben.
  11. Mit dem Aufzug in die Wanne. Wird das Wannenbad mühsamer, weil das Ein- und Aussteigen nicht mehr so gut klappt? Eine Dusche mit Klappsitz bietet eine gute Alternative. Wer auf ein Schaumbad nicht verzichten möchte: Zum Ein- und Aussteigen kann ein Badewannenlift gute Dienste leisten.
  12. Profis ranlassen. Mehr als 1300 bundesdeutsche Installationsfachbetriebe verfügen über eine spezielle Weiterbildung zur "Wohnraumanpassung im Sanitärbereich". Diese Betriebe erkennt man an dem speziellen Logo "Mobil im Alltag".

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