Beratung

Apotheken: Hier kann man sich gegen Grippe impfen lassen

29.09.2020

Die Grippe kann, anders als eine banale Erkältung, einen schweren Verlauf nehmen. Zum Glück gibt es eine wirksame Impfung dagegen, die man sich künftig auch in einigen Apotheken verabreichen lassen kann. In welchen Regionen es entsprechende Modellvorhaben gibt, lesen Sie hier.

In einigen Regionen Deutschlands kann man sich gegen Grippe impfen lassen.
Eine Impfung gegen die Grippe kann man sich künftig auch in einigen Vor-Ort-Apotheken verabreichen lassen.
© Wavebreakmedia/iStockphoto

In zahlreichen Bundesländern können sich Erwachsene erstmals auch in Apotheken gegen Grippe impfen lassen. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte diese Möglichkeit mit dem Masernschutzgesetz geschaffen, das im März dieses Jahres in Kraft getreten ist.

In welchen Bundesländern und Regionen es dazu erste Modellprojekte dazu gibt, zeigt folgende Übersicht.

Nordrhein-Westfalen

Vorreiter bei der Grippeimpfung in Apotheken ist der Apothekerverband Nordrhein (AVNR), der als bundesweit erster Verband bereits Anfang Juli 2020 einen entsprechenden Vertrag mit der AOK Rheinland/Hamburg abgeschlossen (aponet.de berichtete. Die Grippeschutzimpfungen soll nun im Oktober sukzessive in rund 120 und später sogar 200 Apotheken in vier Testregionen starten: Teilnehmen werden Apotheken in Düsseldorf und Umgebung, in der Region Essen/Mülheim/Oberhausen sowie in Bonn/Rhein-Sieg und rechter Niederrhein.

Saarland

Auch im Saarland können sich Menschen zeitnah in rund 50 Apotheken gegen Grippe impfen lassen. Hier steht das Okay vom Robert Koch-Institut (RKI) noch aus. „Sobald dies vorliegt, können wir starten“, sagte Carsten Wohlfeil, Geschäftsführer des Saarländischen Apothekervereins, auf Anfrage der Pharmazeutischen Zeitung.

Laufende Verhandlungen in vielen Regionen

In einigen anderen Bundesländern sind die jeweiligen Apothekerverbände noch in den Verhandlungen mit einzelnen Kassen. Vom AV Westfalen-Lippe heißt es auf Anfrage: „Die Verhandlungen mit verschiedenen Krankenkassen unter Federführung der AOK Nordwest dauern noch an.“ Daher gebe es noch keine weiteren Details.

In Niedersachsen befindet sich der LAV ebenfalls noch in den Vertragsverhandlungen. Der Verband betont aber, dass er die Impfoption in Apotheken außerordentlich begrüßt: Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen sei die Apotheke vor Ort eine wichtige und unkomplizierte Anlaufstelle für Menschen, die kompetente Gesundheitsberatung suchten.
Auch in Hessen sind Modellprojekte geplant. Der dortige Landesapothekerverband steht nach eigenen Angaben im Gespräch mit „relevanten Vertragspartnern“. Gleiche Angaben kommen aus Berlin. Dort ist man ebenfalls „mit verschiedenen Partnern im Gespräch“, heißt es seitens des Berliner Apotheker-Vereins. Für Details gebe es jedoch noch keine konkrete Grundlage.

Und auch im Süden der Republik wird es demnächst die Möglichkeit zur Grippeimpfung in ausgewählten Apotheken geben. In Baden-Württemberg sollen entsprechende Projekte noch in diesem Jahr starten. In Bayern ist als Projektregion der Regierungsbezirk Oberpfalz im Gespräch. Vertragsverhandlungen laufen derzeit mit der AOK Bayern.

In allen anderen Bundesländern sind derzeit keine Modellprojekte zur Grippeimpfung in Apotheken vorgesehen.

et/PZ/NK

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