Suchen Sie in unseren Ratgebern nach Informationen rund um Gesundheit, Medizin und Ernährung
Hier finden Sie Notfallapotheken in Ihrer Nähe
Notdienstsuche
Hier finden Sie Apotheken in Ihrer Nähe
Apothekensuche

aponet.de wurde mit dem Focus Money Award 2025 ausgezeichnet!

Zum Focus Report
Impressum Datenschutz

Bei schlechtem Schlaf altert das Gehirn schneller

Dr. Karen Zoufal  |  10.11.2025 13:12 Uhr

Das Gehirn von Menschen, die schlecht schlafen, scheint schneller zu altern. Das berichtet eine Forschungsgruppe des Karolinska Instituts aus Stockholm, Schweden. Eine mögliche Ursache dafür sind Entzündungen.

Eine ältere Frau im gelben Oberteil sitzt aufrecht neben einer schlafenden Person im Bett.
Für das Gehirn ist guter Schlaf sehr wichtig.
© Ulza/iStockphotos

Das geschätzte Hirnalter bei schlechtem Schlaf

Für die Studie wurde das geschätzte Gehirnalter von 27.500 Personen anhand von MRT-Untersuchungen bestimmt und mit der Schlafqualität abgeglichen. Diese bewerteten sie auf einer Skala von null bis fünf Punkten nach Kriterien wie Schlafdauer, Schnarchen oder Tagesmüdigkeit, wobei 5 den besten Wert darstellte. Dabei stießen die Forschenden bei den schlechter schlafenden Testpersonen auf eine Diskrepanz zwischen dem Gehirnalter und dem tatsächlichen Lebensalter. Mit jedem fehlenden Punkt auf der Schlafskala vergrößerte sich dieser Unterschied um etwa sechs Monate. 

Mit besserem Schlaf geistigem Abbau vorbeugen

Die Forscherin Abigail Dove vom Karolinska Institut sagte: „Menschen mit schlechtem Schlaf hatten Gehirne, die im Durchschnitt ein Jahr älter wirkten als sie tatsächlich waren. Da Schlaf veränderbar ist, könnte es möglich sein, durch gesünderen Schlaf einer beschleunigten Gehirnalterung und vielleicht sogar geistigem Abbau vorzubeugen.“

Entzündungen wirken an der Gehirnalterung mit

Die Forschungsgruppe hatte den Verdacht, dass leichte Entzündungen im Körper an dem Geschehen beteiligt sein könnten. Das bestätigte sich: Entzündungen trugen etwas mehr als zehn Prozent zu dem Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und höherem Gehirnalter bei. Andere mögliche Erklärungen wären, dass die „Müllabfuhr“ des Gehirns, die hauptsächlich im Schlaf aktiv ist, bei schlechtem Schlaf weniger gut arbeitet. Schlafmangel beeinträchtigt zudem die Herz-Kreislauf-Gesundheit, was sich ebenfalls negativ auf das Gehirn auswirken kann, schreiben die Autoren in der Fachzeitschrift eBioMedicine.

Quelle: DOI 10.1016/j.ebiom.2025.105941

Mehr aponet.de bei Google

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Sport & Fitness

Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben