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Digitaler Impfnachweis ab 14. Juni in Apotheken

Natascha Koch  |  12.06.2021

Für den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung wird es künftig einen Digital-Pass geben, der anstelle des gelben Impfpasses verwendet werden kann. Geimpfte können sich diesen digitalen Impfnachweis unter anderem ab Montag, 14. Juni, in der Apotheke ausstellen lassen.

Eine Apothekerin und ein Apotheker mit Maske vor großen Bildschirmen.
In vielen Apotheken wird es schon bald möglich sein, sich einen kostenlosen digitalen Impfnachweis erstellen zu lassen.
© dusanpetkovic/iStockphoto

Wo erhalte ich den digitalen Impfnachweis?

Es ist geplant, dass Impfzentren und Ärzte den digitalen Nachweis direkt nach der Impfung generieren und den Geimpften über einen Barcode zur Verfügung stellen. Diesen kann man entweder direkt vor Ort abscannen und auf einem Papierausdruck mitnehmen und ihn zu einem späteren Zeitpunkt einscannen.

Wer schon vollständig geimpft ist, kann sich den Nachweis nachträglich ab kommenden Montag beim Arzt oder in der Apotheke vor Ort ausstellen lassen. Außerdem ist geplant, dass die Nachweise in den nächsten Tagen auch per Post an vollständig Geimpfte verschickt werden.

Welche App benötigte ich?

Es gibt zwei Möglichkeiten, den digitale Impfnachweis als QR-Code auf dem Smartphone zu nutzen: Zum einen die CovPass-App, die ab Donnerstag, 10. Juni, in den App-Stores verfügbar ist. Die zweite Möglichkeit ist, sich den QR-Code auf die Corona-Warn-App zu laden, die viele Deutsche bereits zur Kontaktverfolgung von Infizierten nutzen. Seit Mittwoch, 9. Juni, steht hier eine aktualisierte Version zur Verfügung, die es möglich macht, den digitalen Impfnachweise dort zu speichern und bei Bedarf vorzuzeigen. 

Für Dienstleister, die den Impfstatus überprüfen möchten, wird es eine Prüf-App zur Prüfung des Impfzertifikats geben. Damit kann der Impfstatus ähnlich wie ein Barcode eines Flug- oder Bahntickets gescannt werden.

Welche Apotheke in meiner Nähe stellt den digitalen Nachweis aus?

Wer bereits geimpft ist, kann sich den Nachweis im Nachhinein beim Arzt und vielen Apotheke vor Ort ausstellen lassen. Welche Apotheken diesen Service anbieten, lässt sich über die Webseite www.mein-apothekenmanager.de herausfinden. Hier gibt es bereits eine Übersicht über Apotheken, die kostenfreie Corona-Schnelltests bereitstellen. In den kommenden Tagen werden dann Apotheken hinzukommen, die die Impfnachweise ausstellen.

Sreenshot von mein-apothekenmanager.de

Impfnachweise

Über die Suche auf der Website mein-apothekenmanager.de werden bald Apotheken zu finden sein, die digitale Impfnachweise ausstellen. Bislang gibt es hier bereits eine Übersicht über Apotheken, die kostenfreie Coronatests anbieten.

„Wir wollten so schnell wie möglich ein Werkzeug entwickeln, mit dem Apotheken sicher und rechtsverbindlich einen Impfnachweis digitalisieren können. Über das wohnortnahe Apothekennetz bringen wir den Impfnachweis am besten zu den Menschen“, sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). „In den ersten Tagen wird die Zahl der Apotheken, die das Angebot machen, wahrscheinlich noch begrenzt sein. Wir gehen aber davon aus, dass die Zahl der Apotheken sehr schnell im vierstelligen Bereich liegt.“ Auch Bundesgesundheitsminister Spahn appelliert an die Bürger, nicht schon gleich am Montag in die Apotheke zu gehen, um sich den Pass ausstellen zu lassen. 

Um auf www.mein-apothekenmanager.de mit dem Impfnachweis gelistet zu sein, müssen sich die Apotheken auf dem Verbändeportal des DAV dafür anmelden und registrieren. 

Was mache ich, wenn ich kein Smartphone habe?

Es ist auch möglich, den QR-Code auszudrucken und bei Bedarf vorzuzeigen, wenn man kein Smartphone hat oder die Apps nicht nutzen möchte. Wer keinen digitalen Impfnachweis haben möchte, kann seine Impfungen auch weiterhin über den bekannten gelben Impfpass nachweisen.

Welche Informationen sind in dem Digital-Pass gespeichert?

Das Impfzertifikat enthält laut Bundesgesundheitsministerium nur Informationen zum Impfstatus, den Namen des Geimpften und das Geburtsdatum. Bei der Überprüfung der Impfnachweise - egal ob digital oder analog - kann es sein, dass ergänzend ein Lichtbildausweis vorgezeigt werden muss. Die Daten werden nur lokal auf dem eigenen Smartphone gespeichert und an keiner anderen Stelle.

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