Eine 20-Jahres-Studie mit über 2.800 Personen zeigt: Eine mit Auffrischungen trainierte Denkgeschwindigkeit war mit einem geringeren Risiko für eine Alzheimer-Diagnose verbunden.

Bereits 1999 startete eine umfangreiche US-Studie mit mehr als 2.800 Frauen und Männern ab 65 Jahren. Ziel war es zu untersuchen, ob kognitives Training – also gezielte Übungen für das Gehirn – sich langfristig darauf auswirkt, eine Alzheimer-Erkrankung oder damit verbundene Demenzen zu entwickeln.
Das Forschungsteam teilte die Teilnehmenden in vier Gruppen ein. Jeweils etwa ein Viertel trainierte:
Die Trainingsprogramme umfassten bis zu zehn Sitzungen von jeweils 60 bis 75 Minuten, verteilt über fünf bis sechs Wochen. Rund die Hälfte der Teilnehmenden erhielt zusätzlich sogenannte Booster-Sessions – Auffrischungseinheiten nach 11 und 35 Monaten.
Dann analysierte das Forschungsteam Krankenkassendaten von 1999 bis 2019. So fand es heraus: Wer das Geschwindigkeits-Training mit Booster gemacht hatte, hatte im Vergleich zur Kontrollgruppe ein um 25 Prozent geringeres Risiko, innerhalb der 20 Jahre eine Diagnose für Alzheimer oder verbundene Demenzen zu erhalten. Die Teilnehmer ohne Auffrischungseinheiten hatten keinen solchen Vorteil.
Die Forschenden schlussfolgern: Ein Kognitionstraining, das schnelle, geteilte Aufmerksamkeit und sich anpassende Aufgaben kombiniert, habe das Potenzial, eine entsprechende Diagnose zumindest hinauszuzögern.
Quelle: DOI 10.1002/trc2.70197
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