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Der neue Grippeimpfstoff ist der alte

23.09.2014

Die saisonalen Grippeimpfstoffe setzen sich jedes Jahr aus Bestandteilen der aktuell weltweit zirkulierenden Virustypen zusammen. Diese sind in dieser Saison dieselben wie letzten Winter. Experten raten Risikogruppen trotzdem zu einer erneuten Impfung.

Seniorin, rosa Bluse, beige Kostümjacke, passendes Tüchlein, rosa geschminkte Lippen, wird von Arzt in den rechten Oberarm geimpft
Senioren gehören zu den Personengruppen, denen alljährlich die Grippeimpfung empfohlen wird.
© Lisa F. Young - Fotolia

„Der Impfstoff für die Saison 2014/2015 ist in seiner Zusammensetzung unverändert gegenüber der Vorsaison“, sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Eine erneute Impfung sei aber trotzdem empfehlenswert, da die Schutzwirkung vermutlich nur eine Saison anhalte. Die Wirksamkeit der Grippeimpfung hängt von vielen Faktoren ab und unterscheidet sich von Jahr zu Jahr. Dies beruht unter anderem darauf, inwiefern die im Impfstoff enthaltenen Virusvarianten den tatsächlich zirkulierenden Grippeviren entsprechen. Auch das Alter beeinflusst die Wirksamkeit. Bei älteren Erwachsenen sind bis zu zwei Drittel der Geimpften nach einer Impfung geschützt. Durch die jährliche Grippeschutzimpfung treten also weniger schwere Grippeerkrankungen und Folgeerkrankungen, z.B. Lungenentzündungen, auf und das individuelle Erkrankungsrisiko wird verringert. Der beste Zeitraum für die Grippeschutzimpfung ist Oktober und November. Nach der Impfung ist der Impfschutz in 10 bis 14 Tagen aufgebaut.

Auch in diesem Jahr steht eine große Bandbreite von Influenza-Impfstoffen zur Verfügung: Neben den seit Jahren zugelassenen Impfstoffen mit inaktivierten Bestandteilen von drei verschiedenen Virenstämmen und dem Impfstoff für Personen über 65 mit Wirkverstärker gibt es in dieser Saison zwei Impfstoffe, die vier Komponenten enthalten. Bei einem dieser Impfstoffe handelt es sich um den als Nasenspray anzuwendenden Impfstoff für Kinder und Jugendliche von drei bis 17 Jahren. Weiterhin gibt es einen Zellkultur-Impfstoff für Hühnereiweiß-Allergiker und zwei Impfstoffe, die in die Haut statt in den Muskel gespritzt werden. Eine Übersicht dieser Impfstoffe, in der auch die Altersangaben aufgeführt sind, steht auf den Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts zur Verfügung: www.pei.de/influenza-impfstoffe.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung Menschen ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten wie Diabetes oder Asthma, Schwangeren, medizinischem Personal und Betreuern von Risikopatienten.

RF

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