Krankheitsbild
Fleckfieber gehört zu den bakteriellen Infektionen, die vor allem in Regionen mit schlechten hygienischen Bedingungen auftreten. Die Erkrankung beginnt oft abrupt mit hohem Fieber, starken Kopf und Gliederschmerzen sowie einem charakteristischen Hautausschlag. Dieser zeigt sich meist nach einigen Tagen und breitet sich über den Körper aus. Die Beschwerden können sehr heftig sein und Betroffene fühlen sich oft stark geschwächt.
Symptome/Verlauf
Zu den typische Anzeichen zählen:
- Starke Kopf und Muskelschmerzen
- Hautausschlag, der sich ausbreitet
- Schüttelfrost und ausgeprägtes Krankheitsgefühl
Der Verlauf kann mild beginnen aber rasch schwerer werden. Ohne Behandlung verschlimmern sich die Symptome oft innerhalb weniger Tage.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Fleckfieber zu ernsten Problemen führen. Dazu gehören Kreislaufversagen, Entzündungen innerer Organe oder neurologische Störungen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit einme geschwächten Immunsystem. Eine rechtzeitige medizinische Versorgung senkt das Risiko schwerer Komplikationen deutlich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Erkrankung wird durch Bakterien der Gruppe Rickettsien verursacht. Übertragen werden sie meist durch Läuse oder Flöhe, die beim Blutsaugen die Erreger weitergeben. Erhöhtes Risiko besteht in Situationen mit engerem Zusammenleben, mangelnder Hygiene oder in Gebieten, in denen die Krankheit häufiger vorkommt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt in der Regel bestimmte Antibiotikagruppen ein, die die Bakterien wirksam bekämpfen.
Das kann man selbst tun: Vor allem auf Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und körperliche Schonung achten. Grenzen bestehen, wenn Fieber stark ansteigt, der Ausschlag sich rasch ausbreitet oder das Allgemeinbefinden deutlich schlechter wird. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.