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Grippe fordert jedes Jahr viele Todesopfer

07.10.2019

In der vorletzten Grippesaison, im Winter 2017/18, sind über 25.000 Menschen in Deutschland an den Folgen der Grippe gestorben. „Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren“, sagt Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI). Wie schwer eine Grippewelle ausfallen wird, lässt sich nicht vorhersagen. Eines ist jedoch sicher: Wer sich schützen möchte, lässt sich am besten jetzt impfen.

Die Grippe ist deutlich gefährlicher als eine banale Erkältung.
Eine echte Grippe verläuft erheblich schwerer als eine banale Erkältung.
© Noelle Otto, Pexels

„Es gibt keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lässt“, sagt RKI-Präsident Wieler. Neben der Impfung empfiehlt der Experte gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten.

Eine so hohe Zahl an Todesfällen wie in der Saison 2017/18 ist zwar selten, zeigt jedoch, wie gefährlich die Grippe im Vergleich zu einer Erkältung ist. Die vergangene Grippesaison 2018/19 ist moderater ausgefallen: Rund 3,8 Millionen Personen suchten wegen der Influenza einen Arzt auf, verglichen mit 9 Millionen Erkrankten im vorangegangen Jahr. Daten zu den grippebedingten Todesfällen der vergangenen Saison stehen noch nicht zur Verfügung.

Eine Influenza ist oft durch einen plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber, einem starken Krankheitsgefühl, Muskel- oder Kopfschmerzen gekennzeichnet. Häufig kommt später ein trockener Reizhusten dazu. Allerdings erkranken längst nicht alle so typisch: Gerade ältere Patienten bekommen häufig kein Fieber. Das erschwert die Diagnose und verschlechtert damit die Prognose.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung für alle Personen ab 60 Jahren, für chronisch Kranke aller Altersstufen, für Schwangere und für Medizin- und Pflegepersonal. Für diese Risikogruppen bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen die jährliche Impfung. Viele Kassen bieten darüber hinaus allen ihren Versicherten eine kostenlose Grippeimpfung an - es lohnt sich also, beim Hausarzt nachzufragen.

NK

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