Mehr Krankheitsausbrüche durch Lebensmittel: Im Jahr 2024 waren diese im Vergleich zu den vier vorherigen Jahren deutlich gestiegen. Das meldet das Amt für Verbraucherschutz.

Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche haben zugenommen: 2024 waren diese häufiger als in den vier Jahren zuvor. Bei solchen Ereignissen erkranken zwei oder mehr Menschen wegen desselben Lebensmittels. Salmonellen verursachten mit 33 Prozent die meisten Ausbrüche, gefolgt von Campylobacter-Bakterien (26 Prozent). Auch die Anzahl der Erkrankungen stieg an. Das meldet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut gibt es den jährlichen Bericht „Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche in Deutschland“ heraus.
Im Detail traten im Jahr 2024 271 Ausbrüche, mindestens 2.400 lebensmittelbedingte Erkrankungen auf. In Folge kam es zu 451 Krankenhausaufnahmen und acht Todesfällen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der vergangenen vier Jahre betrug rund 191 Krankheitsausbrüche und 1.515 Erkrankungen.
Tierische Lebensmittel verursachen mit 47 Prozent einen großen Teil der Krankheitsausbrüche. Doch im Trend der letzten fünf Jahre zeigt sich eine Zunahme der Ausbrüche durch pflanzliche Lebensmittel. „Der Bericht zeigt, dass auch pflanzliche Lebensmittel, die oft ohne weitere Hitzebehandlung als Salatzutaten verzehrt werden, Krankheitsausbrüche verursachen können“, erklärt BVL-Präsidentin und Professorin Gaby-Fleur Böl. Sie rät zur Prävention durch Maßnahmen der Küchenhygiene. Nach Imbissbuden und Take-Away stammen die meisten Krankheitsausbrüche aus Privathaushalten.
Bakterien, Viren oder Parasiten können – etwa durch Giftstoffe – lebensmittelbedingte Erkrankungen verursachen. Menschen infizieren sich beim Essen kontaminierter Lebensmittel.
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