Kinesiologieband: Viele Sportler verwenden es gegen Schmerzen, Entzündungen und zur Verbesserung der Muskelfunktion – immerhin sind sie in Drogerien und Apotheken leicht zu bekommen. Die US-Physiotherapeutin Chandi Edmonds von der Tufts University School of Medicine in Boston erklärt, wie diese Bänder wirken und für wen sie geeignet sind.
Was ist Kinesiologie Tape?
„Es handelt sich um ein elastisches Therapieband, das nach dem Aufkleben den Transport von Körperflüssigkeit fördern soll, die durch Schwellungen und Schmerzen vermehrt auftreten“, erläutert Edmonds. Es hebt die äußerste Hautschicht vom Körper ab und verringert so den Druck auf darunterliegende Muskeln, Faszien, Bänder und Nerven. „Die Wirksamkeit ist individuell unterschiedlich und nach wie vor wissenschaftlich nicht bewiesen. Aber viele meiner Patienten profitieren davon, sowohl Kinder als auch Erwachsene.“
Wie wird Kinesiologie-Tape angewendet?
Die Tapes können zugeschnitten und in Form eines X, Y, I oder wie ein Fächer geklebt werden – je nach Richtung des Muskels oder der zu behandelnden Körperregion. Normalerweise beginnt es am Anfang eines Muskels und verläuft bis zu seinem Ende. Ein aufgeklebtes Tape kann mehrere Tage getragen werden, auch beim Duschen oder Schwimmen. Physiotherapeuten können die richtige Technik zeigen und erklären.
Nicht nur für Sportler
Viele Menschen verbinden Kinesiologie-Tape vor allem mit Sportlern. Kinesiologie-Tape kann aber auch anderen Menschen nach Verletzungen oder Operationen Linderung verschaffen, wenn Entzündungen Schwellungen durch Flüssigkeitsansammlung unter der Haut verursachen. Bei Schwangerschaftsbeschwerden wie Ischias hat Edmonds ebenfalls gute Erfahrungen damit gemacht.
Ein Vorteil, laut Edmonds: Kinesiologie-Tape sei kostengünstig und bei sachgemäßer Anwendung risikoarm. Für Menschen mit empfindlicher Haut, für Kinder und ältere Personen empfiehlt sie vorsorglich ein Tape mit sanftem Klebstoff.