Auf Social Media stellen Influencer immer wieder die Unbedenklichkeit von Mikrowellen infrage. So sollen die Mikrowellenstrahlen beispielsweise mehr Vitamine zerstören als das Erhitzen auf andere Weise. Anderseits sollen krankheitserregende Keime durch unzureichende Erwärmung nicht ausreichend abgetötet werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stellt jedoch klar: Bei Einhaltung der Vorschriften ist die Nutzung der Mikrowelle anderen Garverfahren nicht unterlegen.
Mikrowelle zerstört nicht mehr Vitamine als andere Garmethoden
Mikrowellen durchdringen Materialien wie Plastik oder Glas und werden vom Wasser in den Lebensmitteln absorbiert. Die Wellen versetzen die Wassermoleküle in Schwingung und erzeugen auf diese Weise Hitze unmittelbar im Lebensmittel. Hitze kann generell wasserlösliche B-Vitamine und Vitamin C zerstören. Das geschieht aber auch durch herkömmliche Garverfahren. Je länger und stärker man ein Lebensmittel erhitzt, desto mehr Vitamine werden zerstört.
Beim Kochen können zusätzlich noch Mikro-Nährstoffe im Kochwasser verloren gehen. Wer sein Essen kurz und mit wenig Wasser in der Mikrowelle erhitzt, erhält daher mitunter sogar mehr Mikro-Nährstoffe in seiner Mahlzeit als beim Kochen oder langen Garen im Ofen.
Mikrowellenstrahlen unbedenklich
Um Keime in Lebensmitteln abzutöten, ist es wichtig, diese auf mindestens 70 Grad Celsius zu erhitzen. Beim Erwärmen von Essen in der Mikrowelle gilt es daher unbedingt zwischendurch umzurühren. So verteilt sich die Hitze im fertigen Gericht gleichmäßig.
Das BfS stellt außerdem klar, dass keine Gefahr durch Strahlen außerhalb der Geräte ausgehen. Zeigen diese keine offensichtlichen Mängel, schirmen die Schutzvorrichtungen die Strahlung umfangreich ab. Bei technisch einwandfreien Geräten besteht demnach keine gesundheitliche Gefahr, auch nicht für besonders schutzbedürftige Personen wie Schwangere oder Kleinkinder.
Quellen: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Harvard Health Publishing