Bislang waren sich Zahnärzte und Kinderärzte nicht ganz einig, ob für Säuglinge zur Vorbeugung gegen Karies eher Fluorid-Tabletten oder lieber Kinderzahnpasta verwendet werden sollen. Experten der betreffenden Fachgesellschaften haben nun einheitliche Empfehlungen ausgesprochen, die in der „Monatsschrift Kinderheilkunde“ veröffentlicht wurden.

Den parallel existierenden, unterschiedlichen Angaben von Kinder- und Zahnärzten setzen die neuen Empfehlungen nun ein Ende. Sie lauten:
Eine geeignete Kinderzahnpasta enthält 1000 ppm Fluorid. Eltern sollten sie genau dosieren, damit nicht zu viel Fluorid aufgenommen wird, denn Säuglinge und Kleinkinder können Zahnpasta noch nicht ausspucken. Das Motto „viel hilft viel“ ist deshalb nicht angebracht.
Der Kinder- und Jugendarzt Dr. Burkhard Lawrenz rät außerdem, Kinder behutsam und spielerisch an das Zähneputzen heranzuführen: „Dabei soll das natürliche Bedürfnis des Säuglings genutzt werden, Gegenstände mit dem Mund zu erkunden. Keinesfalls darf gegen den Widerstand des Kindes geputzt werden.“
Quelle: 10.1007/s00112-021-01167-z
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