Krampfadern – medizinisch Varikosis oder Varizen – sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Die erweiterten Venen in den Beinen können zu Schmerzen, Schwellungen und Folgeschäden führen. Lesen Sie, wie Krampfadern entstehen, wie sie sich entfernen lassen und was Sie selbst dagegen tun können.

Krampfadern sind dauerhaft erweiterte und meist geschlängelt verlaufende Venen, die vor allem an den Beinen auftreten. Sie entstehen durch eine Schwäche der Venenklappen, die den Rückfluss des Blutes zum Herzen nicht mehr ausreichend gewährleisten. Das Blut staut sich in den Beinvenen – sie dehnen sich und werden sichtbar.
Rund ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland ist betroffen – Frauen häufiger als Männer. Krampfadern sind eine Form der chronischen Venenerkrankung und können von leichten Beschwerden bis zu ernsthaften Komplikationen reichen. Sie treten vermehrt mit zunehmendem Alter, bei Bewegungsmangel oder genetischer Veranlagung auf.
Krampfadern zeigen sich nicht nur äußerlich. Sie können auch Beschwerden verursachen, insbesondere bei längerem Stehen oder Sitzen.
In fortgeschrittenen Stadien kann es zu Hautverfärbungen, Ekzemen oder schlecht heilenden Wunden (offenes Bein) kommen. Krampfadern mit Schmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden.
Krampfadern entwickeln sich meist schleichend über Jahre. Anfangs verursachen sie kaum Beschwerden, doch ohne Behandlung kann sich die Venenfunktion weiter verschlechtern. Im Verlauf steigt das Risiko für Thrombosen, Venenentzündungen (Phlebitis) oder chronische Hautveränderungen.
In schweren Fällen drohen offene Beine (Ulcus cruris) oder eine chronisch-venöse Insuffizienz. Deshalb ist es wichtig, Krampfadern frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – auch wenn sie zunächst harmlos erscheinen.
Hauptursache ist eine angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene Schwäche der Venenklappen. Diese Klappen verhindern normalerweise, dass das Blut in den Beinvenen zurücksackt – sie sorgen dafür, dass es entgegen der Schwerkraft zum Herzen fließt.
Risikofaktoren für Krampfadern:
Auch Hormone – etwa durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel – können die Venenwände beeinflussen.
Die Diagnose stellt meist eine Hausärztin, ein Phlebologe oder ein Lymphologe. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
Wichtig ist die frühzeitige Abklärung, auch bei noch geringen Beschwerden – so können spätere Komplikationen verhindert werden.
Je nach Ausprägung und Beschwerden stehen verschiedene Behandlungsansätze zur Verfügung.
Die Wahl des Verfahrens hängt vom Befund, dem Alter der Betroffenen und eventuellen Vorerkrankungen ab. In jedem Fall sollte die Therapie von einer Fachperson begleitet werden.
Neben der ärztlichen Therapie können auch rezeptfreie Mittel und bewährte Hausmittel aus der Apotheke helfen, Krampfadern zu lindern bzw. Krampfadern vorzubeugen.
Viele Apotheken bieten eine individuelle Venenberatung oder Venenmessung an. Hausmittel können die ärztliche Therapie unterstützen, ersetzen sie aber nicht. Wichtig ist die regelmäßige Anwendung.
Hier geht es zum Gesundheitslexikon mit allen Krankheiten von A-Z!
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Dem Geschmacksverlust nach Covid-19 auf der Spur, die ideale Länge des…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern