Muskelaufbau braucht doppelt so viel Soja wie Rindfleisch

pta-Forum Lina Müller  |  29.01.2026 11:18 Uhr

Sojabratlinge gelten als gesund und klimafreundlich, können aber in punkto Muskelaufbau nicht mit Rind mithalten. Warum, erklärt ein US-Professor.

Ein Mann sitzt in einem Fitnessstudio und trainiert seinen Arm.
Um Muskeln aufzubauen empfiehlt sich eine proteinreiche Ernährung.
© Prostock-Studio/iStockphoto

Sojabratlinge tragen nur halb so viel zum Muskelaufbau bei wie Rinderhackfleisch. Das zeigt eine Studie aus dem Fachjournal „American Journal of Clinical Nutrition“.

Soja vs. Rinderhackfleisch: Auch Auswirkungen bei Kalorien

Die Forschenden verglichen die Auswirkungen auf den Muskelaufbau durch den Verzehr von 113 Gramm schweren Rinderbratlingen und ebenso schweren Sojabratlingen. Das Ergebnis: Die Teilnehmenden benötigten für das gleiche Maß an Muskelaufbau entweder eine Portion Rindfleisch oder zwei Portionen Sojaalternative. Das hat den Forschern zufolge auch Auswirkungen auf den Kaloriengehalt, der für den gleichen Effekt bei Rindfleisch bei 279 Kilokalorien und beim Sojabratling bei 462 (2 x 231) Kilokalorien liegt.

Die Qualität der Proteine ist entscheidend

„Obwohl sowohl Rindfleisch als auch Soja als ‚vollständige‘ Proteine gelten, stehen die Aminosäuren im Rindfleisch einfach besser zur Verfügung, damit die Muskeln sie effizient nutzen können“, erklärt Professor Robert Wolfe von der University of Arkansas für Medical Sciences in einer Mitteilung. Der Studienleiter fügt an: „Die Qualität der Proteine ist genauso wichtig wie die Quantität.“ Und wenn es zudem noch um die Ausgewogenheit der Kalorienaufnahme gehe, könnte Hackfleisch mehr Vorteile für den Muskelaufbau bieten. Gerade für ältere Erwachsene spielten Muskeln eine Schlüsselrolle für ein gesundes Altern.

Nicht mehr als 600 Gramm rotes Fleisch pro Woche

Doch der Genuss von rotem Fleisch hat auch negative Auswirkungen. Im Hinblick auf eine gesunde, aber auch nachhaltige Ernährung empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung maximal 300 bis 600 Gramm rotes Fleisch pro Woche. Zudem stuft die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft unverarbeitetes rotes Fleisch als „wahrscheinlich krebserregend“ und verarbeitetes Fleisch als „krebserregend“ ein.

Quelle: DOI 10.1016/j.ajcnut.2024.08.030

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