Osteochondrose

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  27.03.2026 00:00 Uhr

Osteochondrose beschreibt eine Abnutzung der Bandscheiben und der angrenzenden Wirbelkörper. Durch den Verschleiss verlieren die Bandscheiben an Höhe und Elastizität. Das kann zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Reizungen von Nerven führen. Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam und können in verschiedenen Abschnitten der Wirbelsäule auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Osteochondrose ist eine chronische Veränderung der Wirbelsäule. Eine oder mehrere Bandscheiben verlieren an Stabilität und die betroffenen Wirbelkörper reagieren darauf mit Umbauprozessen. Dadurch entstehen Schmerzen, Verspannungen und manchmal auch weiter ausstrahlende Beschwerden, etwa in die Arme oder Beine. Die Erkrankung entwickelt sich meist über Jahre und betrifft häufig die Hals oder Lendenregion.

Symptome Verlauf

Typisch sind belastungsabhängige Rückenschmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Manche Betroffene berichten über ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine. Der Verlauf ist oft schleichend und verstärkt sich bei körperlicher Belastung oder langem Sitzen. Zu den typischen Beschwerden zählen:

  • Rückenschmerzen bei Bewegung
  • Verspannungen der Muskulatur
  • Ausstrahlende Beschwerden in Arme oder Beine
  • Gefühl von Steifigkeit

Folgen Komplikationen

Unbehandelt kann es zu dauerhaften Schmerzen kommen. Auch Nerven können gereizt werden, was häufig zu Taubheitsgefühlen oder Kraftverlust führt. In schweren Fällen schränkt die Erkrankung die Beweglichkeit deutlich ein. Manche Menschen entwickeln zudem eine Fehlhaltung, weil sie Schmerzen vermeiden möchten.

Ursachen Risikofaktoren

Die Osteochondrose entsteht durch Abnutzung. Häufig spielen hierfür Alterungsprozesse eine Rolle. Auch Bewegungsmangel, Übergewicht oder einseitige Belastungen können den Verschleiss fördern. Manche Menschen besitzen eine erbliche Veranlagung für die Erkrankung. Verletzungen oder schwere körperliche Arbeit erhöhen ebenfalls das Risiko.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er setzt meist auf Bewegungstherapie, Physiotherapie und bei Bedarf auf entzündungshemmende Mittel oder muskelentspannende Präparate.
Das kann man selbst tun: Regelmässige Bewegung, ergonomisches Verhalten und Gewichtsreduktion unterstützen die Behandlung und Vorbeugung. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen auftreten, Taubheitsgefühle entstehen oder die Kraft spürbar nachlässt. Dann sollte man nicht mehr selbst behandeln, sondern unbedingt ärztliche Hilfe suchen.

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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