Reisedurchfall ist eine akute Magen-Darm-Erkrankung, die meist durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser ausgelöst wird. Typisch sind häufiger Durchfall, Bauchschmerzen und manchmal Fieber. Besonders betroffen sind Reisende in Regionen mit niedrigen Hygienestandards. Die Beschwerden sind meist selbstlimitierend, können aber den Urlaub stark beeinträchtigen und in seltenen Fällen gefährlich werden.
Reisedurchfall tritt vor allem bei Reisen in tropische oder subtropische Länder auf. Er entsteht durch Bakterien, Viren oder Parasiten, die über Nahrung oder Wasser aufgenommen werden. Die Erkrankung ist sehr verbreitet.
Typische Symptome sind häufiger wässriger Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und manchmal Fieber. Der Verlauf beginnt meist plötzlich und dauert einige Tage. In den meisten Fällen klingt die Erkrankung von selbst ab. Bei schweren Verläufen kann der Flüssigkeitsverlust gefährlich werden.
Reisedurchfall führt oft zu Einschränkungen im Alltag und kann Reisen erheblich beeinträchtigen. Komplikationen entstehen durch starken Flüssigkeitsverlust, der zu Kreislaufproblemen führt. In seltenen Fällen können Infektionen länger bestehen.
Häufige Ursachen sind:
Risikofaktoren sind Reisen in Länder mit niedrigen Hygienestandards und der Verzehr von rohen oder unzureichend gegarten Lebensmitteln.
Das macht der Arzt: Er kann Flüssigkeits- und Elektrolytlösungen sowie in schweren Fällen bestimmte Antibiotika einsetzen.
Das kann man selbst tun: Viel Flüssigkeit, leichte Kost und Ruhe lindern die Beschwerden. Vorbeugend nur gut durchgegarte Speisen essen, Obst und Gemüse selbst schälen, nur Wasser aus verschlossenen Flaschen trinken und Eiswürfel vermeiden. Zudem auf Handhygiene mit Seife oder Desinfektionsmittel achten. Grenzen liegen dort, wo starker Durchfall oder Erbrechen bestehen und Flüssigkeit nicht mehr aufgenommen werden kann. Das gilt besonders für Säuglinge, Kleinkinder und bereits geschwächte Personen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt erforderlich.
Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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