Baby & Familie

Schwangere geben Corona-Antikörper an ihr Baby weiter

Dr. Karen Zoufal  |  25.02.2021

Schützende Antikörper, die Schwangere während einer Covid-19-Infektion bilden, werden im Mutterleib auf die Ungeborenen übertragen. Das zeigt eine aktuelle Studie aus den USA. Ob dies auch passiert, wenn Schwangere geimpft werden, ist allerdings noch unklar.

Schwangere, dunkelhaarige Frau.
Frauen geben nach einer Infektion die schützenden Corona-Antikörper an ihre ungeborenen Babys weiter.
© Antonio_Diaz/iStockphoto

Schwangere Frauen, die nach der Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus Antikörper bilden, geben diese an ihre ungeborenen Kinder im Rahmen der natürlichen Immunität weiter. 88 Schwangere, die im Rahmen der Studie untersucht wurden, hatten Covid-19-Antikörper im Blut, was auf eine aktive oder vergangene Infektion mit dem Virus hinwies. 58 Prozent von ihnen hatten keine Symptome.

Die Forscher beobachteten, dass die Konzentration von Antikörpern bei Frauen mit Symptomen deutlich höher war. Sie fanden auch heraus, dass das Immunsystem der Schwangeren ähnlich auf die Infektion reagierte wie bei anderen Patienten – dies ist keineswegs selbstverständlich, denn das Immunsystem verändert sich während der Schwangerschaft. Die Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „American Journal of Obstetrics and Gynecology“ veröffentlicht.

Antikörper schützen auch die Babys

Von den Neugeborenen hatten 78 Prozent Antikörper in ihrem Nabelschnurblut. Es gab keine Hinweise darauf, dass eines der Babys mit dem Virus infiziert war, alle waren zum Zeitpunkt der Geburt gesund und negativ auf Covid-19 getestet worden. Das deutet stark darauf hin, dass die Antikörper die Plazenta passiert hatten, also vom Blutkreislauf der Mutter auf den der Kinder übergegangen waren. Neugeborene, deren Mütter Covid-Symptome hatten, hatten auch höhere Antikörperspiegel als jene, deren Mütter symptomfrei waren.

Die Ergebnisse lassen vermuten, dass schwangere Frauen auch nach einer Impfung gebildete Antikörper auf diese Weise an ihre Kinder weitergeben. Es ist jedoch noch unbekannt, wie gut der Schutz wäre und wie lange er anhalten würde.

Quelle: DOI 10.1016/j.ajog.2021.01.016

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