Mehr Skiunfälle bedeuten auch mehr Verletzte und hohe Kosten, vor allem im Ausland. Darauf weist der Gesamtverband der Versicherer hin und gibt Sicherheitstipps.

In der Skisaison 2024/2025 wurden 1,9 Kollisionen pro 1.000 Skifahrende registriert. Das meldet der Gesamtverband der Versicherer (GDV) auf Basis der ASU-Unfallanalyse. Damit liegt die Kollisionsrate so hoch wie seit Beginn der systematischen Erfassung in der Saison 1979/80 nicht mehr. Die Zahlen machen deutlich: Zusammenstöße auf der Piste sind kein seltenes Ereignis.
Hochrechnungen zufolge benötigten zwischen 51.000 und 53.000 Menschen nach einem Skiunfall ärztliche Hilfe. Auch Krankenhausaufenthalte waren keine Ausnahme: 2,03 von 1.000 Skifahrenden mussten stationär behandelt werden – das entspricht rund 8.400 bis 8.600 Aufenthalten.
Bei den Verletzungen zeigen sich Unterschiede:
Der GDV betont, dass sich viele Unfälle vermeiden lassen. Diese Maßnahmen können helfen, das Risiko auf der Piste zu reduzieren:
Auch finanziell haben Skiunfälle oft schwerwiegende Folgen. „Skiunfälle machen nur 2,6 Prozent aller gemeldeten Unfallschäden aus, verursachen aber überdurchschnittlich hohe Kosten – im Durchschnitt 7.907 Euro pro Fall, rund 400 Euro mehr als vor fünf Jahren“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. Besonders im Ausland können die Kosten schnell steigen, etwa durch Bergungseinsätze per Hubschrauber. Diese können laut GDV fünfstellige Beträge erreichen und werden nur bei medizinischer Notwendigkeit erstattet.
Die gesetzliche Krankenversicherung übernehme im Ausland häufig nur Leistungen in Höhe der deutschen Sätze. Mehrkosten – etwa in der Schweiz oder außerhalb der EU – müssten Versicherte oft selbst tragen. Eine Auslandsreisekrankenversicherung könne hier schützen und decke im besten Fall auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport nach Deutschland ab. Ein Blick in die Versicherungspolice vor Abreise kann dabei helfen, Lücken im Versicherungsschutz vorab zu entdecken.
Quelle: Gesamtverband der Versicherer
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