Hochverarbeitete Lebensmittel haben einen schlechten Ruf. Doch ein US-Bericht zeigt: Nicht jedes Produkt aus dieser Kategorie schadet der Gesundheit. Manche sind sogar empfehlenswert.

Brot, Müsli oder pflanzliche Fleischalternativen gelten ernährungswissenschaftlich als hochverarbeitet, sogenannte Ultra-Processed Foods (UPF). In den vergangenen Jahren wurde diese Kategorie oft allgemein als ungesund bewertet. Ein neuer Bericht der US-Initiative Healthy Eating Research stellt nun klar: Innerhalb der Gruppe gibt es erhebliche Unterschiede, und einige Vertreter sind sogar gesundheitsfördernd.
Besonders deutlich wird der Unterschied zwischen pflanzlichen und tierischen Produkten. Vor allem stark verarbeitete Fleischwaren wie Wurst sowie zuckerhaltige Getränke werden in Studien immer wieder mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Pflanzenbasierte Produkte wie Vollkornbrot, Müsli oder vegetarische Fleischersatzprodukte schnitten dagegen überwiegend positiv ab. Eine Analyse von Harvard-Forschern zeigte sogar, dass einige dieser Lebensmittel schützende Effekte auf das Herz haben.
Statt verarbeitete Lebensmittel pauschal zu verurteilen, schlagen die Autoren des Berichts einen differenzierten Blick vor. Demnach können einzelne Produkte durchaus zu einer gesunden Ernährung beitragen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen: ausreichende Mengen empfohlener Lebensmittelgruppen und niedrige Werte für Zucker, Salz und gesättigte Fette. Auch die American Heart Association hatte 2025 anerkannt, dass nicht alle hochverarbeiteten Lebensmittel ungesund seien und manche durchaus zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen könnten.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher heißt das: Der Blick auf das Zutatenverzeichnis und die Nährwerttabelle bleibt entscheidend. Ein Vollkornmüsli ohne Zuckerzusatz ist trotz industrieller Herstellung eine gute Wahl, eine zuckerhaltige Limonade oder hochverarbeitetes Fleisch dagegen nicht. Pauschale Urteile über „verarbeitete Lebensmittel" greifen laut dem Bericht zu kurz.
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