Hat Bambus das Potenzial zum gesunden Superfood? Eine Übersichtsarbeit hat die Studienlage analysiert. Sie zeigt Chancen, aber auch Risiken bei falscher Zubereitung auf.

Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Erde. Manche Arten kommen auf 90 Zentimeter pro Tag. Doch nicht nur als Material in Haushalt und beim Bau ist Bambus interessant, sondern auch als Lebensmittel. Die Anglia Ruskin University (ARU) aus Großbritannien weist auf eine Übersichtsarbeit von 16 Studien zum Verzehr von Bambus und gesundheitlicher Folgen hin. Demnach wirkten sich Bambussprossen positiv aus auf:
Bambussprossen sollten allerdings nicht roh verzehrt werden, da einige Arten dann auch toxische Stoffe (Cyanide) freisetzen könnten. So berichtet auch eine der sechzehn Studien von ungünstigen Stoffen aus Bambussprossen: Diese könnten die Produktion von Schilddrüsenhormonen beeinträchtigen und das Risiko für die Entwicklung einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) erhöhen. Das ist mit zahlreichen gesundheitlichen Komplikationen verbunden.
Die Universität schreibt allerdings: Durch korrektes Vorkochen der Sprossen ist es möglich, die Risiken zu vermeiden. ARU-Professor für öffentliche Gesundheit Lee Smith erinnert: „Bambus ist in Teilen Asiens ein gewöhnliches Lebensmittel und ein riesiges Potential, die weltweite Ernährung gesund und nachhaltig zu erweitern. Es muss allerdings richtig zubereitet werden.“
Insgesamt schlussfolgert der Studienautor: „Unsere Übersichtsarbeit zeigt, dass Bambus ein vielversprechender Kandidat für ein ‚Superfood‘ ist. Aber unser Wissen hat auch Lücken: So konnten wir nur vier Studien finden, bei denen Personen entsprechend unserer Kriterien teilgenommen haben. Daher sind hoch-qualitative Studien mit Personen notwendig, bevor wir starke Empfehlungen geben können.“
Quelle: DOI 10.1016/j.bamboo.2025.100210
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