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Tipps für Eltern: Mit Kindern über den Krieg sprechen

NK  |  16.03.2022

Bilder und Videos von Familien auf der Flucht, zerstörten Städten, Verwundeten und Toten sind seit mehr als zwei Wochen allgegenwärtig. Der Krieg in der Ukraine prägt nicht nur bei Erwachsenen die alltägliche Stimmung, sondern auch bei Kindern. Wie können Eltern mit ihnen über Ängste und Sorgen sprechen?

Mutter, spricht mit ihrer Tochter.
Eltern sollten die Ängste und Sorgen ihrer Kinder unbedingt ernst nehmen und nicht herunterspielen, raten Experten.
© fizkes/iStockphoto

Sollte ich meine Kinder von Nachrichten fernhalten? Wie sprechen wir in der Familie am besten über das Thema Krieg? Muss ich die Wahrheit sagen? Diese und weitere Fragen beschäftigten im Hinblick auf den Krieg in Europa gerade viele Eltern. In einer aktuellen Handreichung gibt das das Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) hier Hilfestellungen.

„Der Versuch, die belastenden und ängstigenden Themen wie Krieg, Flucht, militärischer Aufrüstung und wechselnde Bedrohungslagen von Kindern fernzuhalten, um sie vermeintlich zu schützen, wird nicht immer funktionieren. Denn im Freundeskreis, im Kindergar­ten, in der Schule und in den Medien wird vieles bereits thematisiert“, schreiben die Autoren in ihrer Handreichung.  schreiben Wendl, Ressel und Puhl-Regler in ihrer Handreichung. Da Kinder oftmals nur rudimentäres Wissen zu einem Thema hätten, solle zu Beginn eines Gesprächs geklärt werden, was sie bereits dazu wissen. Weiterführende Erklärungen zu den Schreckensmeldungen aus den Nachrichten sollten auf das Wichtigste beschränkt werden. Folgender Leitsatz sollte immer gelten:  Es muss nicht alles gesagt werden, aber alles, was gesagt wird, sollte wahr sein. Denn je nach Alter könnten Kinder sämtliche Sachverhalte und Gegebenheiten noch gar nicht vollumfänglich erfassen. Vielmehr sei es wichtig, ihnen die für sie notwendigsten Informationen knapp und möglichst neutral darzustellen. Sie bräuchten nur diejenigen, die sie wirklich wissen müssen, um einen Sachverhalt besser verstehen und einschätzen zu können.

Zur Orientierung bietet die Handreichung daher auch einen generellen Einblick, wie sich die Wahrnehmung und der Umgang mit belastenden Eindrücken abhängig vom Lebensalter der Kinder gestalten. Das Autorenteam der Handreichung rät dazu, die Sorgen und Gefühle der Kinder ernst zu nehmen, Alltagsroutinen beizubehalten und eine unnötige Konfrontation mit dramatischen Eindrücken zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund bietet die Publikation zudem Tipps für den altersgerechten Umgang mit der medialen Berichterstattung zum Krieg.

Die Handreichung steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

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