Generative künstliche Intelligenz, zu der zum Beispiel ChatGPT zählt, bietet viele Möglichkeiten: Doch Erwachsene, die sie häufig nutzten, berichteten häufiger von Symptomen einer Depression. Das ist das zentrale Ergebnis einer US-Studie.
Mehr als jeder Zehnte nutzte KI täglich
Das Forschungsteam hat mehr als 20.000 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren nach der Nutzung künstlicher Intelligenz befragt. Demnach verwendete mehr als jeder Zehnte (10,3 Prozent) mindestens einmal täglich die Systeme, mehr als jeder Zwanzigste (5,3 Prozent) mehrmals am Tag. Insgesamt war die Verwendung üblicher unter Männern, jungen Erwachsenen, Menschen mit höherer Bildung und Einkommen sowie aus dem städtischen Umfeld. Knapp jeder Zweite, der KI täglich nutzte, tat es für die Arbeit.
29 Prozent größeres Risiko
Häufigere KI-Nutzung ging mit stärker ausgeprägten Symptomen einer Depression einer. Im Vergleich zu Menschen, die nie zur KI griffen, hatten häufige Nutzer ein um 29 Prozent größer Risiko, von mindestens moderaten Anzeichen zu berichten. Ähnliche Muster stellte das Forschungsteam auch bei Ängsten und Reizbarkeit fest.
Ursache-Wirkung muss noch erforscht werden
Das Forschungsteam betont: Ihre Studie fand eine signifikante Assoziation zwischen KI-Nutzung und stärkeren Depressionssymptomen. Allerdings sei weitere Forschung notwendig, um herauszufinden, ob die KI-Nutzung die Symptome tatsächlich verursache.
Quelle: DOI 10.1001/jamanetworkopen.2025.54820