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Verletzende Kommentare zum Gewicht fördern Essstörungen

ZOU  |  27.03.2023

Eine gute Beziehung zu den Eltern, gegenseitige Unterstützung und ein positiver Umgang miteinander gehen mit einem geringeren Risiko für Essstörungen einher. Negative Erfahrungen durch verletzende Äußerungen zum Körpergewicht können diese familiären Faktoren jedoch nicht ausgleichen.

Junges Mädchen, schaut traurig auf ihr Smartphone.
Hänseleien über die Figur sind bei Jugendlichen ein großer Risikofaktor für Essstörungen.
© Kerkez/iStockphoto

Verletzende Kommentare über die Statur und das Körpergewicht begünstigen Essstörungen. Ein Forschungsteam der Universität Connecticut berichtet im „Journal of Adolescent Health“, dass Essstörungen in Familien, in denen ein gutes Miteinander und eine positive Atmosphäre herrschen, zwar seltener vorkommen. Trotzdem ist der Einfluss verletzender Äußerungen zu Übergewicht und zur Körperstatur auch auf Kinder aus diesen Familien groß.

Tatsächlich sind viele Kinder und Jugendliche solchen Kommentaren ausgesetzt: 27 Prozent gaben an, wegen ihres Gewichts von Gleichaltrigen gehänselt zu werden, bei 24 Prozent gab es dies innerhalb der Familie und 42 Prozent berichteten, dass sie sich von Familienmitgliedern schon einmal durch Äußerungen zu ihrem Körpergewicht verletzt gefühlt haben.

Dr. Laura Hooper von der Universität Minnesota vermutet: „Der Grund für unsere Beobachtung könnte sein, dass ein strukturelles Gewichtsstigma, z. B. durch unrealistische Körperideale, ein starker Stressfaktor für junge Menschen ist. Positive familiäre und elterliche Faktoren können helfen, diesen Stressor zu lindern. Es schützt junge Menschen jedoch nicht vollständig vor den negativen Auswirkungen offenkundig gewichtsstigmatisierender Erfahrungen.“

Quelle: DOI 10.1016/j.jadohealth.2023.01.024

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