Giftige Pilze sind eine echte Gefahr – besonders in der Pilzsaison. Wer Pilze sammelt, sollte die Risiken kennen und wissen, wie man sich schützt. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Pilzvergiftung vermeiden und worauf Sie achten müssen.

Im Spätsommer zieht es viele Menschen hinaus, um Pilze zu sammeln. Doch die Deutsche Leberstiftung warnt: Falsch bestimmte oder unbekannte Pilze können lebensgefährlich sein. „Bereits der Verzehr eines einzigen Giftpilzes kann ausreichen, dass die hitzestabilen Toxine […] ein akutes Leberversagen auslösen“, erklärt Prof. Dr. Markus Cornberg, Medizinischer Geschäftsführer der Stiftung.
Um eine Pilzvergiftung zu vermeiden, rät die Deutsche Leberstiftung:
Die Symptome von Pilzvergiftungen können oft sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Giften, wie dem des Grünen Knollenblätterpilzes, treten Beschwerden erst viele Stunden nach dem Verzehr ein. Dann ist das Gift über den Magen-Darm-Trakt und die Blutbahn in die Leber gelangt. Dort kann es bis zum Leber- und Multiorganversagen führen. Der Anstieg der Leber- und Nierenwerte deutet dann auf eine systemische Vergiftung hin.
Zu den typischen Symptomen zählen:
Treten solche Symptome auf, sollte man schnellstmöglich ärztliche Hilfe aufsuchen oder den Notarzt anzurufen. Auch der Kontakt zum Giftinformationszentrum kann hilfreich sein. Reste der Pilzmahlzeit sowie eventuell vorhandenes Erbrochenes sollten mitgenommen werden.
Besonders wichtig ist eine schnelle Behandlung: Mit der Zeit schreitet die Zersetzung der Leber voran. In der Folge ist es möglich, dass nur eine Lebertransplantation das Leben rettet, bevor weitere Organe versagen.
Besonders gefährlich ist der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides). Er ist einer der giftigsten Pilze Europas und in Deutschland für über 90 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen verantwortlich. Die Wirkung geht auf den hochgiftigen Stoff α-Amanitin zurück. Nicht alle grünen Knollenblätterpilze enthalten die gleiche Menge des Giftstoffs: So kann eine Menge von fünf bis 50 Gramm Frischpilz tödlich sein – bei Kindern und älteren Menschen ist Lebensgefahr auch bei kleineren Mengen möglich.
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