Das Verletzungs-Präventions-Programm „FUNBALL“ liefert in einer Studie vielversprechende Ergebnisse: Die Anzahl schwerer Verletzungen konnte bei Jugend-Fußballteams durch die Übungen fast um die Hälfte gesenkt werden. Schwere Verletzungen waren dabei als solche definiert, die einen Trainings- oder Wettkampfstopp von mindestens 28 Tagen erfordern.
Was ist „FUNBALL“?
„FUNBALL“ ist ein auf Übungen basierendes Präventionsprogramm. Darin enthalten sind beispielsweise Übungen für das Gleichgewicht und für die Rumpfstabilität, exzentrisches Training der Oberschenkelrückseite sowie die Aktivierung der Gesäßmuskulatur.
Laut der Studie gab es bereits Berichte, die zeigen, dass die Anzahl der Verletzungen mit Hilfe des Programmes sinke. Aber kann das Programm auch vor schweren Verletzungen schützen?
So trainierten die jungen Fußballer
Um das herauszufinden, beobachteten die Forschenden 55 Fußball-Teams aus dem Kosovo mit mehr als 1.200 männlichen Spielern, die jünger als 19 Jahre waren. Ein Teil führte das „FUNBALL“ Programm mindestens zwei Mal pro Woche nach dem Aufwärmen durch. Nach der Eingewöhnungsphase dauerte das Programm etwa 15-20 Minuten. Eine Kontrollgruppe folgte der üblichen Trainingsroutine. Der Beobachtungszeitraum betrug eine Fußball-Saison – etwa zehn Monate.
Auch schwere Verletzungen traten seltener auf
Die Anzahl schwerer Verletzungen pro 1000 Fußball-Stunden war bei den „FUNBALL“ Teilnehmern um 49 Prozent geringer. Das Forschungsteam erklärt, damit einen vielversprechenden Schutzeffekt beobachtet zu haben.
Quelle: DOI 10.1186/s40798-025-00945-3