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Wie Meditation das Gehirn beschleunigt

Dr. Karen Zoufal  |  20.08.2021

Wissenschaftlern ist es gelungen, die Auswirkungen von Meditation auf das menschliche Gehirn zu zeigen. Demnach führen Meditationsübungen bereits binnen weniger Wochen zu einem schnelleren Wechsel zwischen zwei Bewusstseinszuständen des Gehirns.

Junge Frau mit geschlossenen Augen.
Regelmäßiges Meditieren hat schon nach wenigen Wochen positive Auswirkungen auf das Gehirn.
© fizkes/iStockphoto

Meditation verbessert offenbar die Verbindung zweier Netzwerke im Gehirn: Das eine ist als „Standardmodus“ aktiv, wenn sich das Gehirn im Wachzustand befindet und man sich nicht auf die Außenwelt konzentriert, beispielsweise beim Tagträumen oder wenn die Gedanken wandern. Das andere dient der Fokussierung und wird für Aufgaben einsetzt, die Aufmerksamkeit benötigen. Bei Studenten, die nur acht Wochen lang einen Kurs mit Meditationsübungen absolviert hatten, zeigte sich ein schnellerer Wechsel zwischen diesen beiden Netzwerken, sie konnten sich also zügiger konzentrieren und „abschalten“. Dies berichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

„Die Tibeter haben einen Begriff für diese Leichtigkeit des Wechsels zwischen den Zuständen – sie nennen es mentale Geschmeidigkeit“, sagte Prof. George Weinschenk von der Binghamton University in New York. Er war eher zufällig durch seinen Büro-Nachbarn Prof. Weiying Dai auf dieses Thema gestoßen, der persönliche Kontakte zum Namgyal-Kloster in Ithaka hat, wo er von Lehrern des Dalai Lama unterrichtet wurde und ein Zertifikat in buddhistischen Studien erworben hat.

Obwohl Weinschenk zunächst daran zweifelte, dass Effekte von Meditationsübungen schon nach wenigen Wochen im Gehirn sichtbar würden, begannen die beiden eine Kooperation: Dai unterwies Studenten in Meditation, und Weinschenk untersuchte ihre Hirnaktivität mit bildgebenden Verfahren. In einem nächsten Schritt wollen sie nun untersuchen, wie sich Meditation auf die Hirnaktivität bei älteren Menschen und Personen mit Alzheimer auswirkt.

Quelle: DOI 10.1038/s41598-021-90729-y

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