Wunde Oberschenkel im Sommer: So verhindern Sie den schmerzhaften Hautwolf
Apothekerin Christina Brunner
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29.06.2026 10:28 Uhr
Heiße Tage, Schweiß und nackte Haut sorgen dafür, dass die Oberschenkel aneinander reiben. Die Folge ist der sogenannte Hautwolf: Die Haut am Innenschenkel wird wund, brennt und kann sich sogar entzünden. Apothekerin Christina Brunner erklärt, wie Sie vorbeugen und welche Mittel jetzt helfen.
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Reibt die Haut an den Oberschenkeln aneinander, reagieren die betroffenen Stellen gereizt. Hitze und Schweiß verschlechtern die Situation zusätzlich. Die Haut scheuert auf, es entstehen gerötete, brennende und juckende Stellen. Manchmal entwickeln sich sogar offene Wunden, die sich infizieren können.
Apothekerin Christina Brunner, Rathaus-Apotheke Oberaudorf
Diese Körperstellen sind besonders betroffen
Überall dort, wo Haut oder Kleidung dauerhaft reiben, kann ein Hautwolf entstehen. Besonders häufig betroffen sind die Oberschenkel, die Leisten, Bauchfalten und die Haut unter den Brüsten. Mediziner sprechen von einer Intertrigo.
Schutzcremes oder Anti-Chafing-Sticks bilden einen dünnen Schutzfilm und verringern die Reibung. Im Alltag sind Kleidungsstücke aus Baumwolle oder anderen Naturfasern oft angenehmer als synthetische Stoffe. Wer im Sommer Kleider oder Röcke trägt, kann eine dünne Radlerhose darunter anziehen. Sie verhindert, dass die Oberschenkel direkt aneinander reiben.
Beim Sport sind atmungsaktive Funktionsmaterialien dagegen meist die bessere Wahl. Sie transportieren Schweiß schneller ab und reduzieren Reibung.
Was hilft, wenn die Haut schon wund ist?
Ist die Haut bereits gerötet oder gereizt, können Wundsalben mit Dexpanthenol, Gerbstoffen oder Hamamelis die Heilung unterstützen. Hydrocortison kommt bei stärkeren Entzündungen infrage. Nässende Hautstellen lassen sich häufig mit Zinksalbe beruhigen.
Wann ein Arztbesuch nötig wird
Breiten sich die Beschwerden aus oder besteht der Verdacht auf eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen, sollte die betroffene Stelle ärztlich untersucht werden.