Bestimmte Tabletten gegen schwere Akne, Rosacea oder Schuppenflechte, sogenannte Retinoide, lösen schwere Fehlbildungen bei ungeborenen Babys aus. Trotzdem kommt es immer noch zu Schwangerschaften bei Mädchen und Frauen, die solche Arzneimittel einnehmen.

Nehmen Mädchen und Frauen im gebährfähigen Alter orale Retinoide wie Acitretin, Alitretinoin und Isotretinoin ein, müssen sie unbedingt eine sichere Verhütungsmethode anwenden. Denn die Wirkstoffe sind für Embryos sehr gefährlich: Kommen ungeborene Kinder damit im Mutterleib in Berührung, ist das Risiko für Fehlbildungen hoch. Ärzte dürfen diese Medikamente daher nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verschreiben: Frauen müssen jeden Monat einen Schwangerschaftstest unter ärztlicher Aufsicht durchführen. Nur wenn dieser negativ ist und eine sichere Verhütungsmethode angewendet wird, dürfen die Medikamente weiter verordnet werden.
In dieser Hinsicht ist jedoch noch Luft nach oben: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass immer noch nicht alle Frauen sicher verhüten und ärztlich überwachte Schwangerschaftstests durchführen. Laut einem aktuellen Rote-Hand-Brief würden weiterhin Schwangerschaften eintreten, von denen die meisten dann abgebrochen werden. Zudem sei die Anzahl an Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter, die Isotretinoin einnehmen, zwischen 2004 und 2019 hierzulande gestiegen.
Der Rote-Hand-Brief erinnert nun erneut an die geltenden Sicherheitsvorkehrungen:
Quelle: Rote-Hand-Brief zu oralen Retinoiden
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