Wer früh zuckerarm ernährt wurde, hatte später ein geringeres Risiko für Herz-Erkrankungen. Das zeigt eine britische Studie: Die Zeit der Zuckerrationierung wurde in den Blick genommen.

Eine eingeschränkte Zuckeraufnahme in der frühen Kindheit ist mit einem geringeren Risiko für Herzerkrankungen im Erwachsenenalter verbunden. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs von Gesundheitsdaten aus Großbritannien von Menschen, die in den Jahren 1951 bis 1956 geboren worden sind. Hier war bis Ende 1953 Zucker streng rationiert.
Der größte Schutz vor Herzerkrankungen war bei Menschen zu erkennen, die von der Empfängnis bis zum Alter von etwa zwei Jahren wenig Zucker bekommen hatten. Sie hatten im Erwachsenenalter ein geringeres Risiko von
Wenn sie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bekamen, dann passierte das bis zu zweieinhalb Jahre später an als bei Menschen ohne die Zuckerbegrenzung in der Kindheit. Die Wahrscheinlichkeit an einer Herzkrankheit zu sterben war zudem um 27 Prozent niedriger.
Während der Rationierung war die Zuckermenge für alle auf unter 40 Gramm pro Tag begrenzt, einschließlich schwangerer Frauen und Kinder. Für Kinder unter zwei Jahren war gar kein zugesetzter Zucker erlaubt – eine Beschränkung, die auch heute noch im ersten Lebensjahr empfohlen wird.
Für die im BMJ veröffentlichte Studie wurden Gesundheitsdaten von Personen ausgewertet, die zwischen 1951 und 1956 geboren wurden und keine Vorerkrankungen des Herzens hatten. Rund 40.000 Menschen waren zu Zeiten der der Zucker-Rationierung kleine Kinder, während 23.000 in der Zeit ohne Einschränkungen geboren wurden.
Quelle: DOI 10.1136/bmj-2024-083890
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