Krankheitsbild
Eine Zungenentzündung (Glossitis) kann aufgrund verschiedener Ursachen entstehen. Dazu gehören, Infektionen, Mangelzustände oder auch mechanische Reizungen. Bei einer Glossitis ist die Zungenschleimhaut gerötet, geschwollen und schmerzt mitunter.
Symptome/Verlauf
Durch Entzündungen versucht der Körper, schädigende Einflüsse zu beseitigen. Dazu wird das betroffene Gewebe stärker durchblutet, wodurch es sich rötet und anschwillt. Bei einer Glossitis ist die Zungenschleimhaut gerötet, geschwollen und schmerzt mitunter. Auch Geschmacks- und Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubsein treten manchmal auf. Es können nur die oberen aber auch tiefere Schichten der Zungenschleimhaut betroffen sein.
Folgen/Komplikationen
Zugentzündungen heilen meist aus, sobald die Ursache erkannt und entsprechend behandelt wurde. In manchen Fällen kann sich auch eine chronische Glossitis entwickeln oder die Entzündung kommt in periodischen Schüben. Besteht ein Verdacht auf bösartige Veränderungen des Zungengewebes, dann kann eine Biopsie Aufschluss geben.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen einer Glossitis sind vielfältig. Zu den Ursachen gehören zum Beispiel:
- Mangelerscheinungen wie ein Eisen- oder Vitamin-B12-Mangel
- Infektionen, zum Beispiel mit dem Herpes-Virus, Bakterien oder Pilzen wie Candida
- Medikamente, wie ACE-Hemmer oder Antimikrobielle Medikamente
- Mechanische Reizungen
- Reizungen durch Alkohol, scharfe Lebensmittel oder Tabak
- Krankheiten wie beispielsweise Autoimmun-Erkrankungen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt kann durch ein ausführliches Gespräch und gegebenenfalls weitere Untersuchungen, die Ursache für eine Glossitis erkennen und behandeln.
Das kann man selbst tun: Eine gute Mundhygiene und Mundspülungen können mitunter für Linderung sorgen.
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.