Psyche

Achtsamkeitskurse fördern die psychische Gesundheit

ZOU  |  12.07.2023

Erwachsene, die Achtsamkeitskurse besuchten, hatten für mindestens sechs Monate weniger Anzeichen für Angstzustände und Depressionen. Das berichten Forschende in der Fachzeitschrift „Nature Mental Health“.

Frau, trinkt eine Tasse Tee.
Bei Achtsamkeit geht es darum, den gegenwärtigen Moment bewusst zu erleben - und mit den Gedanken nicht in die Zukunft oder Vergangenheit abzuschweifen.
© AntonioGuillem/iStockphoto

2.371 Erwachsene wurden nach dem Zufallsprinzip einem achtwöchigen Achtsamkeitskurs mit einer Sitzung pro Woche oder einer Kontrollgruppe ohne Kurs zugeteilt. Anhand von Fragebögen zeigte sich, dass der Achtsamkeitskurs den Teilnehmenden half, physische Belastungen zu reduzieren. Dr. Julieta Galante von der Universität Cambridge sagte: „Erwachsene, die sich für einen von einem Lehrer geleiteten Achtsamkeitskurs in einer Gruppe entscheiden, haben eine gute Chance, ihre psychische Belastung zu reduzieren. Diese Studie ist die bisher qualitativ hochwertigste Bestätigung dafür, dass übliche Achtsamkeitskurse für den Durchschnittsmenschen tatsächlich funktionieren.“

Achtsamkeitskurse kombinieren häufig Meditation, eine Schulung des Körperbewusstseins und Elemente der modernen Psychologie. Dadurch sollen sie helfen, Stress abzubauen, das Wohlbefinden zu verbessern und die mentale und emotionale Belastbarkeit zu stärken. Die Forschenden behaupten jedoch nicht, dass diese Kurse jedem nützen und dass jeder unbedingt solche Kurse besuchen sollte.  Auch solle man deshalb kein Hobby an den Nagel hängen und beispielsweise mit dem Fußballspielen aufhören: „Wir haben keine Beweise dafür, dass Achtsamkeit besser ist als andere Betätigungen, die das persönliche Wohlbefinden fördern. Alles in allem gehören solche Achtsamkeitskurse aber sicherlich zu den Optionen, die hilfreich sein können.“

Ob auch Achtsamkeits-Apps funktionieren, die man für sich allein anwendet, lässt sich noch nicht sagen. „Apps mögen zwar günstiger sein, aber es gibt bei weitem nicht die gleichen Nachweise für ihre Wirksamkeit“, sagte Galante. „Manche Apps behaupten von sich, evidenzbasiert zu sein. Sie wurden aber oft in Gruppen unter Anleitung getestet.“

Quelle: DOI 10.1038/s44220-023-00081-5

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