Gesundheitspolitik

Affenpocken: 40.000 Impfdosen für Deutschland

NK  |  25.05.2022

In mehreren Ländern kommt es derzeit zu Ausbrüchen des Affenpockenvirus, darunter auch in Deutschland. Die Lage müsse ernst genommen werden, sagt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Präventiv wurden daher 40.000 Dosen Pocken-Impfstoff bestellt. Eine allgemeine Gefahr für die Bevölkerung bestehe aber nicht.

Spritze mit Impfdosis.
Die Pocken-Impfung wirkt auch gegen den Erreger der Affenpocken, da sich beide Viren sehr ähnlich sind.
© Alernon77/iStockphoto

„Wir haben es hier mit Ausbrüchen zu tun, die einen bekannten Erreger betreffen - und von dem wir wissen, wie wir ihn bekämpfen können“, sagt Lauterbach. Wichtig sei nun eine konsequente Kontaktnachverfolgung und Isolation der Infizierten. Menschen, die sich mit Affenpocken infiziert haben, sollen für mindestens 21 Tage in Isolation, so die Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI).  Die Isolation solle erst beendet werden, wenn die Symptome ausgeheilt sind. Zudem wird auch Kontaktpersonen von Infizierten dringend empfohlen, sich ebenfalls für 21 Tage zu isolieren. „Wir haben noch sehr gute Chancen, die Affenpocken in Deutschland und Europa zu stoppen. Dafür machen wir derzeit alles: Wir reagieren hart und schnell. Wir werden nicht zulassen, dass hier die Reaktion verschleppt wird“, so Lauterbach.

Präventiv habe Deutschland zudem 40.000 Dosen Pocken-Impfstoff bestellt. Die Erreger der Pocken und der Affenpocken sind so nah verwandt, dass die Pockenimpfung gegen beide schützt. Die Impfung kann daher eine Ansteckung mit dem Affenpockenvirus verhindern und den Ausbruch der Krankheit bei Infizierten abschwächen. Möglich ist zum Beispiel, diesen Impfstoff den Kontaktpersonen von Infizierten anzubieten.

Es handele sich bei Affenpocken jedoch um eine selbst limitierende Krankheit, von der sich die meisten Menschen nach ein paar Wochen erholten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler auf einer Pressekonferenz. Schwere Fälle seien aber möglich. Zu den Symptomen zählen Fieber, Lymphknotenschwellungen, Hautausschläge sowie starke Schmerzen und Jucken im Intimbereich.

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