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Bewegung & Schlaf: Was die Psyche im mittleren Alter wirklich schützt

Wolf Löchel  |  08.06.2026 15:33 Uhr

Wer im mittleren Alter regelmäßig Sport treibt und ausreichend schläft, hat weniger Symptome von Depression und Angst. Schon Verschiebungen von 30 Minuten im Tagesablauf können einen Unterschied machen.

Mann ist vom Sport verschwitzt und lächelt in die Kamera.
Intensivere Bewegung hilft einer Studie zufolge der Psyche besser als ein gemütlicher Spaziergang.
© © Rido/iStockphoto

Bewegung tut der Psyche gut – diese Erkenntnis ist nicht neu. Eine Studie der finnischen Universität Oulu hat nun genauer untersucht, welche Art von Aktivität tatsächlich wirkt. Das Ergebnis ist deutlich: Es kommt weniger auf die reine Menge an Bewegung an, sondern vor allem auf die Intensität. 

Es muss anstrengend sein

Die Forschenden werteten Daten von rund 4.500 Personen aus, die im Alter von 46 Jahren über zwei Wochen mit Aktivitätsmessgeräten begleitet wurden. Wer mehr Zeit mit mäßiger bis intensiver körperlicher Aktivität verbrachte, hatte weniger Symptome von Depression und Angst. Gemächliches Spazierengehen brachte zwar einen leichten Nutzen, deutlich wirksamer war jedoch Bewegung, bei der man leicht außer Atem kommt.

30 Minuten machen den Unterschied

Ein praktischer Befund: Schon eine kleine Umverteilung im Tagesablauf reicht aus. Wer 30 Minuten Sitzzeit durch intensivere Bewegung ersetzt, hat im Schnitt 9 Prozent weniger depressive Symptome und etwa 5 Prozent weniger Angstsymptome. „Es geht hier nicht um große Veränderungen im Lebensstil. Schon eine tägliche Anpassung von 30 Minuten kann sinnvoll sein", betont Studienautorin Maisa Niemelä.

Schlaf als zweite Säule

Genauso wichtig wie Bewegung ist ausreichend Schlaf. Die Teilnehmer schliefen im Schnitt rund siebeneinhalb Stunden pro Nacht. Schon 5 bis 30 Minuten weniger Schlaf waren mit etwas mehr Symptomen verbunden. Die Botschaft: Mehr Bewegung sollte nicht zulasten des Schlafs gehen. Beide gehören zusammen als zwei Bausteine eines ausgewogenen Tages, der die psychische Gesundheit stützt.

DOI 10.1155/da/6881070

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