Rohe Bohnen können Vergiftungen auslösen, grüne Kartoffeln enthalten Solanin und auch Rhabarber ist nicht immer unproblematisch. Welche Gemüsesorten Sie besser nicht roh essen und worauf Sie beim Einkauf und Zubereiten achten sollten.
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Rohe Bohnen niemals essen: Schon wenige können Beschwerden auslösen
Grüne Bohnen gilt es, niemals roh zu essen. Sie enthalten einen giftigen Eiweißstoff namens Phasin. Dieser bewirkt, dass rote Blutkörperchen (Erythrozyten) verkleben und behindert so letztlich auch den Sauerstofftransport. Außerdem schädigt der Giftstoff die Darmschleimhaut. Es kommt zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen bis hin zu Schockzuständen. Die Beschwerden treten nach zwei bis drei Stunden auf.
So schützen Sie sich: Wer Bohnen mindestens zehn Minuten lang gut durchkocht, zerstört damit das Phasin.
Grüne Kartoffeln besser aussortieren: Hier steckt besonders viel Solanin
Alkaloide wie das Solanin kommen natürlicherweise in Kartoffeln vor. Sie reichern sich dabei insbesondere in grünen, keimenden und beschädigten Kartoffeln sowie in Kartoffelschalen an. Sie dienen der Pflanze zur Abwehr von Schädlingen und Krankheitserregern. Solanin ist für den Menschen giftig, das äußert sich durch Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, mitunter begleitet von Fieber. Bei schweren Vergiftungsfällen können zusätzlich Bewusstseinsstörungen auftreten.
So schützen Sie sich: Grüne, beschädigte sowie keimende Stellen großzügig entfernen und Kartoffeln kühl, trocken und dunkel lagert. Die Schale nur bei unbeschädigten Kartoffeln mitessen. Für kleine Kinder die Kartoffeln immer schälen.
Grüne Tomaten essen: Für Erwachsene meist unproblematisch
Anders als häufig angenommen sind grüne Tomaten für Erwachsene in normalen Mengen nach aktuellem Wissensstand unbedenklich. Sie enthalten Tomatin, das zu den sogenannten Alkaloiden gehört. Anders als beim Solanin gibt das Bundeszentrum für Ernährung für Tomatin Entwarnung: „Für Menschen sind die in den unreifen Früchten enthaltenen Mengen an Tomatin unschädlich, sodass auch nicht ausgereifte, grüne Tomaten in normalen Mengen bedenkenlos verzehrt werden können.“
So schützen Sie sich: Da kleine Kinder ein geringeres Körpergewicht mitbringen und möglicherweise empfindlicher reagieren, sollte sie besser keine grünen Tomaten essen.
Rhabarber und Mangold: Für wen Oxalsäure zum Problem werden kann
Oxalsäure ist in einigen Lebensmitteln enthalten und sorgt für ein „pelziges“ Gefühl im Mund. Sie kann mit Calcium zusammen ein Oxalat bilden, das Nierensteine und Calciummangel begünstigt. Ab und zu genossen, sind Rhabarber, Mangold oder Rote Bete für die meisten Menschen aber unbedenklich.
So schützen Sie sich: Wer die Gemüsesorten vor der Weiterverarbeitung kurz blanchiert und das Wasser weggießt, kann den Oxalsäuregehalt verringern. Experten empfehlen lediglich Menschen mit Nierenerkrankungen oder Neigung zu Harnsteinen, oxalsäurehaltige Lebensmittel besser zu meiden.
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