Wenn die Zunge sticht, brennt oder wund wirkt, steckt oft das sogenannte Burning-Mouth-Syndrom dahinter. Diese chronische Schmerzform trifft vor allem Frauen während oder nach den Wechseljahren.
Weitere typische Symptome
Die Beschwerden treten meist an der Zungenspitze oder den Rändern auf, können aber auch Gaumen, Wangen oder Lippen betreffen. Häufig kommen ein sehr trockener Mund, Juckreiz, stechende Schmerzen, ein pelziges Gefühl oder ein verändertes Geschmacksempfinden hinzu – bis hin zu einem metallisch-bitteren Geschmack. Typisch ist, dass die Symptome morgens kaum spürbar sind und sich im Laufe des Tages verstärken.
Manchmal zeigen sich kleine weiße Noppen auf der Zunge. Dabei handelt es sich um entzündete Papillen – sie sind jedoch nicht die Ursache des Brennens. Bei Allergien können zusätzlich leuchtend rote Schwellungen auftreten. Etwa ein Drittel der Betroffenen erlebt ein spontanes Abklingen der Beschwerden.
Was kann das Burning-Mouth-Syndrom auslösen?
Die möglichen Auslöser sind vielfältig. Hierzu zählen Allergien, Inhaltsstoffe in Zahncremes oder Mundspülungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und heiße oder sehr scharfe Speisen. Auch Alkohol und Tabak, mechanische Reizungen durch Zähne oder Prothesen, Zungenpiercings, Entzündungen, Vitaminmangel und bestimmte Medikamente kommen infrage. Zudem führen auch hormonelle Veränderungen sowie Erkrankungen wie Sjögren-Syndrom, Diabetes, Schilddrüsenstörungen oder Infektionen zu einem Burning-Mouth-Syndrom.
So finden Sie die Auslöser
Entscheidend ist es, mögliche Reizfaktoren zu erkennen und zu vermeiden. Eine zahnärztliche Kontrolle kann klären, ob mechanische Ursachen vorliegen. Auch das Überprüfen von Medikamenten oder Nährstoffmängeln ist sinnvoll.
Praktischer Tipp: Führen Sie ein Symptomtagebuch. Notieren Sie, wann das Brennen auftritt und was Sie zuvor gegessen oder verwendet haben. Das erleichtert die Suche nach dem Auslöser erheblich.