Cluster-Kopfschmerz

Der Cluster-Kopfschmerz ist eine extrem seltene Kopfschmerzart, bei der es in unregelmäßigen Abständen zu einseitigen Kopfschmerzattacken kommt. Sie gehen meist mit der Rötung eines Auges oder mit Nasenlaufen einher.

Was ist das? - Definition
Der Cluster-Kopfschmerz ist eine extrem seltene Kopfschmerzart, bei der es in unregelmäßigen Abständen zu einseitigen Kopfschmerzattacken kommt. Sie gehen meist mit der Rötung eines Auges oder mit Nasenlaufen einher.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen

  • Horton-Syndrom
  • Bing-Horton-Syndrom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Der Cluster-Kopfschmerz ist weitaus seltener als die Migräne. Betroffen sind meist Männer zwischen 30 und 40 Jahren. Doch auch bei Kindern oder bei älteren Menschen kann die Erkrankung auftreten.
Die Ursache dieser Kopfschmerzart ist unbekannt. Eine Vererbung lässt sich nicht feststellen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Meist kommt es aus dem Schlaf heraus zu heftigen Kopfschmerzen. Sie sind immer auf der gleichen Kopfseite, meist hinter einem Auge, lokalisiert. Begleitet sind die Schmerzattacken von vermehrtem Tränenfluss oder einer Bindehautreizung des seitengleichen Auges. Das Augenlid hängt und es läuft plötzlich die Nase.
Die Attacken beginnen meist um dieselbe Uhrzeit. Sie dauern eine halbe bis zwei Stunden an und wiederholen sich auch tagsüber zwei- bis siebenmal.
Vermehrter Nikotin- und Alkoholgenuss können auslösend sein.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Kopfschmerzattacken treten gehäuft im Frühjahr und im Herbst auf. Meist wiederholen sich die Anfälle über einen Zeitraum von mehreren Wochen, gefolgt von monatelangen schmerzfreien Intervallen.

Was kann sonst noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen

  • Kopfschmerzen verbunden mit Veränderungen am Auge können durch einen so genannten Glaukomanfall verursacht sein. Zu Grunde liegt hier ein erhöhter Augeninnendruck.
  • In seltenen Fällen kommt auch ein Hirntumor als Ursache der einseitigen Kopfschmerzen in Betracht.

Bearbeitungsstand: 09.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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