Prämenstruelles Syndrom

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  07.01.2026 00:00 Uhr

Das prämenstruelle Syndrom bezeichnet körperliche und seelische Beschwerden, die regelmässig vor der Monatsblutung auftreten. Typisch sind Stimmungsschwankungen, Schmerzen oder Veränderungen im Verhalten. Die Symptome beginnen meist einige Tage vor der Periode und verschwinden mit deren Einsetzen wieder. Viele Frauen sind betroffen, die jeweilige Ausprägung unterscheidet sich jedoch sehr.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Das prämenstruelle Syndrom umfasst eine Vielzahl von Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus stehen. Es tritt in der zweiten Zyklushälfte auf und kann sowohl körperliche als auch psychische Symptome verursachen. Manche Frauen erleben nur leichte Einschränkungen, andere leiden erheblich unter den wiederkehrenden Beschwerden.

Symptome/Verlauf

Die Symptome sind vielfältig und können sich von Frau zu Frau unterscheiden. Häufige Beschwerden sind:

  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen oder Krämpfe
  • Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme
  • Müdigkeit und Schlafprobleme
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Der Verlauf ist zyklusabhängig. Die Beschwerden beginnen meist einige Tage vor der Menstruation und verschwinden mit deren Beginn oder kurz danach.

Folgen/Komplikationen

Das prämenstruelle Syndrom kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Berufliche und soziale Aktivitäten werden erschwert, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind. In schweren Fällen kann es zu einer prämenstruellen dysphorischen Störung kommen, die mit ausgeprägten psychischen Beschwerden verbunden ist.

Ursachen/Risikofaktoren

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Hormonelle Veränderungen im Zyklus spielen jedoch eine zentrale Rolle. Zu den Risikofaktoren zählen die individuelle Empfindlichkeit gegenüber Hormonschwankungen, Stress und psychische Belastungen, ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung, Schlafmangel und familiäre Veranlagung. Auch die Ernährung und der Konsum von Alkohol oder Nikotin können die Beschwerden verstärken.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen die Diagnose stellen und bei Bedarf eine Behandlung einleiten. Dazu gehören Medikamente aus wichtigen Wirkstoffgruppen wie Schmerzmittel oder Antidepressiva bei schweren psychischen Beschwerden. Auch bestimmte pflanzliche Arzneimittel lindern oft die Symptome.
Das kann man selbst tun: Bewegung, Entspannungstechniken und eine ausgewogene Ernährung wirken sich positiv aus. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden sehr stark auftreten oder das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig.

Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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