Demenz hat nicht nur gravierende Auswirkungen auf das Gehirn, sondern auch auf Angehörige und das Bankkonto: In den USA haben Menschen mit Demenz mehr als doppelt so hohe Gesundheitsausgaben und benötigen dreimal mehr Pflege als Gleichaltrige ohne Demenz.

Eine Studie verglich fast 2.400 Personen, die neu an Demenz erkrankt waren, mit einer Gruppe älterer Erwachsener, die den Demenzkranken bis auf die Diagnose in vielen Merkmalen sehr ähnlich war. Die Ergebnisse zeigen massive Auswirkungen der Demenz auf die Familie, die Lebensweise und die finanzielle Situation der Betroffenen:
Zwei Jahre nach Beginn der Symptome benötigten Menschen mit Demenz 45 Stunden Pflege durch Familie und Freunde pro Monat – die Vergleichsgruppe dagegen nur 13 Stunden. Die Demenzkranken nahmen auch mehr häusliche Pflege in Anspruch.
„Die Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen in Bezug auf die Inanspruchnahme von Pflege und die finanziellen Auswirkungen waren größer, als wir erwartet hatten“, sagte Dr. HwaJung Choi. „Der auffälligste Unterschied war bei der unbezahlten Pflege durch Familie und andere festzustellen, und der blieb über acht Jahre hinweg bestehen.“ Die Studie veröffentlichte die Fachzeitschrift „JAMA Internal Medicine“.
Quelle: DOI 10.1001/jamainternmed.2023.5482
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