Bei Erkältungshusten greifen viele zu pflanzlichem Hustensaft mit Efeu-Extrakt. Studien zeigen eine eher moderate, aber messbare Besserung der Beschwerden. Das berichtet der wissenschaftliche Newsletter Evi-News.

Eine systematische Übersichtsarbeit, die in Evi-News vorgestellt wird, wertete 11 Studien mit rund 3.600 Kindern und Erwachsenen aus. Untersucht wurde, ob Efeublätter-Extrakte bei akutem Husten im Rahmen von Erkältungen und Bronchitis helfen.
Das zentrale Ergebnis: In hochwertigen Studien mit Erwachsenen verringerte ein Efeu-Monopräparat im Vergleich zu Placebo sowohl die Hustenschwere als auch die Hustenhäufigkeit – und zwar ab dem dritten Behandlungstag. Die Verbesserung war statistisch eindeutig. Allerdings wird der praktische Zusatznutzen insgesamt als eher gering eingeschätzt. Auch Kombinationspräparate mit Efeu zeigten in Studien eine stärkere Linderung von Husten und weiteren Erkältungssymptomen als Placebo.
Die Verträglichkeit bewerteten die Studienteilnehmer überwiegend als gut bis sehr gut. Die seltenen Nebenwirkungen betrafen meist den Magen-Darm-Trakt. Vereinzelt wurden leichte allergische Reaktionen oder Hautreaktionen berichtet. Schwere Nebenwirkungen sind laut Evi-News unwahrscheinlich. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.
Akuter Husten dauert meist bis zu drei Wochen und bessert sich oft von selbst. Wer dennoch eine pflanzliche Unterstützung zur Linderung wünscht, kann Efeu-Extrakte als Option in der Selbstmedikation in Betracht ziehen – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.
Wichtig: Bei Husten, der länger als zwei bis drei Wochen andauert oder mit hohem Fieber, Atemnot, Schmerzen beim Atmen oder blutigem Auswurf einhergeht, am besten immer einen Arzt aufsuchen. Für Babys, Kleinkinder, Senioren und Pflegebedürftige empfiehlt Evi-News generell eine frühzeitige ärztliche Abklärung bei Husten.
Evi-News ist ein regelmäßig erscheinender Newsletter zur Selbstmedikation auf Grundlage wissenschaftlicher Studien. Er richtet sich vorwiegend an Apothekerinnen und Apotheker und wird vom Zentrum für Arzneimittelsicherheit an der Universität Leipzig erstellt. Vor jeder Veröffentlichung durchläuft er einen internen Prüfungsprozess, um die hohe fachliche Qualität sicherzustellen.
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