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Fluorid im Trinkwasser: Keine negativen Effekte auf Babys entdeckt

Elisabeth Kerler  |  21.01.2026 13:05 Uhr

In den USA wird vielerorts dem Trinkwasser Fluorid zugesetzt. Mancher betrachtet das mit Sorge. Doch auf das Geburtsgewicht scheint es keine Auswirkungen gehabt zu haben.

Neugeborenes mit geschlossenen Augen im Krankenhausbett.
Hat Fluorid, bekannt als Zahnschutz vor Karies, negative Auswirkungen auf das Geburtsgewicht Neugeborener? Ein Forschungsteam entdeckte keine Hinweise darauf.
© FamVeld/iStockphoto

Fluorid im Trinkwasser? „Wir konnten keine negativen Effekte feststellen“, erklärt Dr. Benjamin Krebs mit Bezug auf das Geburtsgewicht. Dafür hat das Forschungsteam der Universität Basel US-Daten von rund 11,5 Millionen Geburten aus den Jahren 1968 bis 1988 analysiert.

Geburtsgewicht zeigt Gesundheit von Neugeborenen

Das Forschungsteam blickte dabei auf das Gewicht der Babys: „Das Geburtsgewicht gilt als anerkannter Indikator für die Gesundheit von Neugeborenen“, erklärt Krebs in einer Mitteilung zur Veröffentlichung. „Es eignet sich besonders gut, um mögliche Effekte während der Schwangerschaft zu untersuchen. Auch, weil wir genau wissen, wie lange die ungeborenen Kinder dem Fluorid ausgesetzt waren.“ 

Studie mit US-politischer Bewandtnis

Was steckt hinter der Studie? Fluorid ist weltweit aus der Kariesprävention bekannt. Seit Ende der 1940er Jahre wird in vielen US-Gemeinden der Stoff dem Trinkwasser zugesetzt. Nun hat Utah letztes Jahr diese Praxis verboten und erhielt dafür Lob vom US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy. Er forderte auf, die Folgen der Trinkwasserzusetzung mit Fluorid neu zu prüfen. 

Die Uni Basel weist zudem darauf hin: Studien sorgten häutiger für Aufsehen, laut denen Fluorid schädlich sei. Doch dabei können auch andere Effekte die Datenlage beeinflussen, wie Krebs erklärt: „Dabei ist es aber wichtig zu verstehen, was Studien tatsächlich messen und vergleichen.“ Denn oft zeigten sie nur, dass Effekte gemeinsam auftraten. Das bedeute aber nicht notwendig, dass Fluorid die Ursache gewesen sei. 

Quelle: DOI 10.1001/jamanetworkopen.2025.54686

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